Urteil: Vater muss in die geschlossene Psychatrie

Baby misshandelt

Nach einer Serie von lebensgefährlichen Attacken auf seinen erst vier Wochen alten Säugling hat das Dortmunder Landgericht am Mittwoch einen 23-jährigen Habinghorster auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

Castrop-Rauxel

von Von Martin von Braunschweig

, 03.08.2011, 14:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf die Frage nach seinem Motiv hatte der Angeklagte erklärt, er sei nicht damit fertig geworden, dass das Kind nach der Geburt die gesamte Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte. „Ich wollte auch Zuneigung von meiner Frau“, sagte der Habinghorster. Er habe gehofft, als Held und Retter gefeiert zu werden, wenn er seinen Sohn sozusagen in letzter Sekunde entdecken und vor dem Ersticken retten würde.

Eine Psychiaterin hatte bei dem 23-Jährigen eine schwere Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Diese soll nun intensiv in der Psychiatrie behandelt werden. Die gleichzeitig ausgesprochene Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten kommt nur zum Tragen, wenn der junge Mann vor Ablauf dieser Zeit als geheilt eingestuft würde. Dann müsste er theoretisch noch den Rest der Zeit im Gefängnis absitzen. Viel wahrscheinlicher ist es jedoch, dass die Unterbringung länger dauert als die zwei Jahre und neun Monate.

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