Vater soll Sohn unter Drogen gesetzt und ihm noch Schlimmeres angetan haben

Landgericht Dortmund

Ein 38-jähriger Castrop-Rauxeler soll seinen Sohn unter Drogen gesetzt haben. Auf einem Autobahnparkplatz soll sich noch Übleres ereignet haben. Nun steht der Mann vor Gericht.

Castrop-Rauxel

, 19.09.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vater soll Sohn unter Drogen gesetzt und ihm noch Schlimmeres angetan haben

Der Rastplatz "Holthauser Bruch" an der A42 - hier auf einem Foto von 2008. Hier soll sich im März 2019 ein kaum fassbares Verbrechen ereignet haben. © Ruhr Nachrichten

Da sich am 27. März 2019 ein unfassbares Verbrechen ereignet haben soll, verhandelt das Dortmunder Landgericht ab dem 24. September gegen einen 38-jährigen Castrop-Rauxeler.

Laut Anklage gab der 38-Jährige seinem gerade erst elfjährigen Sohn Kokain und fuhr am selben Abend mit ihm zum Autobahnparkplatz Holthauser Bruch an der A42.

Dort soll er zunächst einen Autofahrer angesprochen und diesem angeboten haben, den Jungen sexuell zu missbrauchen. Der Autofahrer lehnte jedoch offenbar ab.

Vater bietet seinen Sohn offenbar zwei Männern an

In der Folgezeit soll der Castrop-Rauxeler einen weiteren Mann angesprochen haben. Und tatsächlich sollen die beiden Erwachsenen zusammen mit dem Kind in dem Toilettenhäuschen des Rastplatzes verschwunden sein, wo es laut Staatsanwaltschaft zum Missbrauch des Jungen kam.

Gegen den eigentlichen Täter wird ein gesondertes Verfahren geführt. Im Prozess gegen den 38-jährigen Vater des Jungen kommt der Mann als Zeuge infrage. Weil sich jedoch kein Zeuge vor Gericht selbst belasten muss, stünde dem Mann das Recht zu, die Aussage zu verweigern.

Drei Verhandlungstage für den Missbrauchsprozess

Für den Prozess hat die 36. Strafkammer des Landgerichts vorerst drei Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil ist deshalb nicht vor dem 8. Oktober zu rechnen.

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