Wegen Coronavirus: Veranstalter sagen Caterern ab, Restaurantbesucher stornieren Tische

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Castrop-Rauxeler Caterer müssen mit immer mehr Veranstaltungs-Absagen und -Verschiebungen leben. Und auch Restaurantbesucher stornieren Tischreservierungen aus Angst vor dem Coronavirus.

Castrop-Rauxel

, 11.03.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus betrifft immer mehr Lebensbereiche. Zwar gibt es bislang noch keinen registrierten Krankheitsfall in Castrop-Rauxel, zunehmende Vorsichtsmaßnahmen aber beeinträchtigen das öffentliche Leben.

Manche Vorsichtsmaßnahmen werden angeordnet, etwa der Landeserlass, dass auf unbestimmte Zeit keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen durchgeführt werden dürfen. Andere Vorsichtsmaßnahmen treffen Privatleute, Firmen oder Organisationen, um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen.

Die Catering-Absagen kommen jetzt

Dazu gehören etwa die Absage des Castroper Frühlingsmarktes durch Casconcept oder die Absage von Betriebsfeiern in der Stadthalle. Solche Absagen wiederum betreffen nicht nur Veranstalter und Besucher, sondern auch Firmen, Musiker, Caterer, die hier Serviceleistungen übernehmen.

Das hat auch Franz-Josef „Bubi“ Leuthold, der nicht nur das Biergarten-Restaurant Tante Amanda an der Stadtgrenze betreibt, sondern auch bei vielen kleineren oder größeren Veranstaltungen als Caterer auftritt, am eigenen Auftragsbuch erfahren müssen.

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„Ganz aktuell ist uns jetzt ein Catering für eine Feier mit 200 Personen abgesagt worden“, erzählt der Gastronom unserer Redaktion. „Ich kann das dabei sogar verstehen, denn da waren auch Krebspatienten dabei“, betont Leuthold. Aber von solchen Absagen, da zeigte er sich am Dienstag ganz sicher, „werden wir in den kommenden Wochen noch mehr haben, als uns lieb ist.“

Auch Tischreservierungen werden abgesagt

Sogar im Restaurant merke man die Besorgnis mancher Gäste, denn auch Tischreservierungen seien in den letzten Tagen schon storniert worden. „Das kann noch richtig schlimm werden“, befürchtet er.

Absagen hat auch Dennis Stolzenhoff schon registrieren müssen. Sein Familienunternehmen aus Lünen, das in Castrop-Rauxel als Stammcaterer für die Europa- und Stadthalle fungiert, hat die Corona-Krise zu spüren bekommen. „Gerade ist eigentlich große Messezeit. Davon sind aber viele abgesagt oder zumindest verschoben worden, das trifft uns natürlich“, erzählt der Geschäftsmann.

Stolzenhoff ist breit genug aufgestellt

Zum Glück könne man bisher mit den Verschiebungen leben, mit einigen Veranstaltern habe man sich bei einer Absage auch gütlich einigen können. „Aber da werden ganz bestimmt noch reichlich Absagen hinterher kommen“, ist sich Stolzenhoff sicher.

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Sein Unternehmen sei aber sehr breit aufgestellt, könne sich neben dem am Europaplatz firmierenden Groß-Catering auch noch auf andere Firmenzweige stützen, etwa Metzgereien oder den Bereich des Privat-Caterings: „Und solche privaten Feiern werden so schnell nicht abgesagt.“ Spezialisiertere Betriebe aber, da zeigt sich Stolzenhoff überzeugt, könnten massive Probleme bekommen.

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