Verbraucherzentrale als Wegweiser in der Krise

CASTROP-RAUXEL Mit Geld oder Bürgschaften kann die Verbraucherzentrale in der Patsche natürlich nicht helfen – anders als die Bundesregierung, die Verantwortung übernimmt für Banken oder Unternehmen. Aber die Verbraucherzentrale an der Oberen Münsterstraße steht als Wegweiser für jede Menge Informationen, wie Bürger sparen können, um die Krise zu packen.

von von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 12.03.2009, 08:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verbraucherzentrale als Wegweiser in der Krise

Damit Bürger nicht über den Tisch gezogen werden, stärkt die Verbraucherzentrale ihre Rechte.

Wie Margrit Paul, die Ärger mit einer ihr unbekannten Schweizer Firma hatte und für die Lieferung von String-Tangas zahlen sollte – natürlich waren die nicht bestellt. „Solche Fälle gibt es immer wieder“, sagt Susanne Voss. Mal sind es Strümpfe, mal wie gerade aktuell wertlose Münzen, die dubiose Firmen Verbrauchern andrehen wollen. Oder wie Marianne Krause, die sich an der Haustür zum Wechsel des Telefonanbieters überreden ließ. Sie wollte nur günstig telefonieren, aber keinen Zweitvertrag für ihren kranken Mann und schon gar keine DSL-Verbindung für den nicht vorhandenen Computer. Zwei Probleme, die dank der Einschaltung der Verbraucherzentrale geregelt werden konnten.

Beim dritten Beispiel guckt man gespannt zum Bundesgerichtshof. Der entscheidet am 18. März, ob Energielieferverträge unter das Fernabsatzgeschäft fallen. Tun sie das, kann Klaus Stratmann jede Menge Geld sparen. Er gehört zu denjenigen RWE-Kunden, die 2008 einen Gasvertrag für drei Jahre abschlossen. Im Glauben, die Versorgung würde noch teurer – stattdessen wird Gas am 1. April um 17,1 Prozent billiger als der Preis, den Stratmann zahlen muss. Beim Fernabsatzgeschäft darf die Widerrufsbelehrung nicht bloß aus einer Postfachadresse bestehen, wie bei RWE geschehen. Musterbriefe hat die Verbraucherzentrale bereits vorbereitet, will aber erst das Urteil abwarten.

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