Verbraucherzentrale Castrop-Rauxel: Mit diesen Tipps klimafreundlich heizen

mlzKlimafreundlich Heizen

Klimafreundlich Heizen - zu dem Thema berät die Verbraucherzentrale Castrop-Rauxel. Ganz individuell vor Ort. Eine neue Technik funktioniert in Neubauten besonders gut, in Altbauten bedingt.

Castrop-Rauxel

, 08.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Klimaschutz ist in aller Munde“, betont Energieberaterin Anke Hormel. „Auch hier vor Ort wollen viele Menschen etwas tun. Ein Ansatzpunkt von vielen ist dafür der eigene Umgang mit Strom und Heizwärme.“

Genau dazu möchte die Verbraucherzentrale nun als Teil ihrer Aktion „(Keine) Zeit für (falsche) Entscheidungen“ Hilfe geben und beraten. „Gerade bei Entscheidungen, die Geld kosten, gilt: Nur wer gut informiert handelt, holt mit der Investition für sich selbst und das Klima das Beste raus“, sagt Rose Sommer, Leiterin der Beratungsstelle in Castrop-Rauxel.

Ist eine Wärmepumpe sinnvoll?

Im Fokus steht klimafreundliches Heizen: „Eine ganz zentrale Entscheidung ist zum Beispiel die Auswahl einer neuen Heizung“, sagt Hormel. Die häufigste Lösung im Neubau seien dabei heutzutage Wärmepumpen.

Eine sehr umweltfreundliche Methode in Neubauten - in Altbauten ist das jedoch nicht ganz so einfach. Die Systeme sind nämlich nur für Häuser geeignet, die relativ wenig Wärme benötigen. „In Altbauten muss der Wärmebedarf erst durch andere Maßnahmen herunter gefahren werden“, sagt Hormel. Die Häuser müssten eine „warme Hülle“ bekommen, zum Beispiel durch neue Fenster.

Experten beraten direkt vor Ort

Bei Altbauten müssten sich die Experten das Objekt also zunächst genau anschauen. „Wer eine Wärmepumpe in einem schlecht gedämmten Gebäude betreibt, nutzt zwar auch erneuerbare Energien“, erklärt die Expertin. „Unterm Strich fließt zum ‚Wärmepumpen‘ dann aber so viel Strom, dass das Heizen sogar klimaschädlicher sein kann als mit einem herkömmlichen System - und teurer.“

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Wer also in einem Altbau wohnt und auf eine Wärmepumpe umsteigen möchte, müsse deshalb zunächst den Wärmeschutz der eigenen vier Wände prüfen. Dafür hilft die Verbraucherzentrale direkt vor Ort. „Wir bieten zwei Arten der Beratung an“, erzählt Hormel. „Zum einen direkt vor Ort, dann können wir uns alles genau anschauen und den Verbraucher zu seinen Wünschen beraten. Alternativ beraten wir auch zu allgemeinen Möglichkeiten der neuen Technik bei uns in der Beratungsstelle.“ Für beide Möglichkeiten sollte vorher ein Termin vereinbart werden.

NACHTRAG: Wie Energieberaterin Anke Hormel am Freitagmittag melden konnte, hat die Stadt Castrop-Rauxel noch einmal in die Förderschublade gegriffen und ermöglicht damit zehn kostenfreie Vor-Ort-Beratungen zu den Themen Energetische Modernisierung oder Beratung zu Solarstrom.

Wer sich dafür bewerben möchte, kann sich unter Tel. 02305 69879-05 oder per E-Mail an castrop-rauxel.energie@verbraucherzentrale.nrw an die Verbraucherberatung wenden.

Verbraucherzentrale

Die Kampagne „(Keine) Zeit für (falsche) Entscheidungen“

  • Die Kampagne „(Keine) Zeit für (falsche) Entscheidungen“ findet als Teil des Projekts Energie2020 der Verbraucherzentrale NRW statt. Dieses wird mit Mitteln des Landes und der EU gefördert.
  • Tiefere Einblicke ins Thema Wärmepumpe gibt Energieberaterin Anke Hormel am Montag, 18. November, bei einem Vortrag in der Beratungstelle, Mühlengasse 4, um 17.30 Uhr
  • Allgemein über das Thema Energiesparen im Haushalt informiert Anke Hormel am Donnerstag, 14. November, um 18.30 Uhr
  • Der Eintritt zu beiden Vorträgen ist frei. Um baldige Anmeldung wird gebeten unter: Tel. 02305 69879-05 oder per E-Mail an castrop-rauxel.energie@verbraucherzentrale.nrw
  • Auch für eine Beratung vor Ort oder in der Beratungsstelle können sich alle Interessierten anmelden unter Tel. 02305 69879-05 oder unter 0211 33996555 oder online unter www.verbraucherzentrale.nrw/entscheidungen
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