Von 17 Kinos blieb nur eins übrig

Neues Buch

In den 50er Jahren gab es im Ruhrgebiet an die 500 Kinos, 17 davon in Castrop-Rauxel. Zwei ehemalige RN-Redakteure erinnern jetzt in einem Buch an die Geschichte der Lichtspielhäuser.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 26.10.2011, 13:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

DAS BUCH
Alf Rolla und Friedhelm Wessel: "Hasse schon geseh'n? – Kinogeschichte(n) aus dem Revier". Wartberg-Verlag 2011. ISBN 978-3-8313-2134-6). 11 Euro.
 

Von den vielen Kions sind rund 50 verblieben, als einziges in Castrop-Rauxel die „Kurbel“. Dort, und zwar an ihrem alten, bereits 1915 eröffneten Standort an der Lönsstraße (heute kik) spielt auch eine der rund 40 Anekdoten, die Rolla und Wessel in ihrem jetzt erschienen Buch „Hasse schon geseh'n?“ zusammengetragen haben. Allerdings nicht bei einer Filmvorführung, sondern einer Vorstellung des WLT, das Anfang der 60er Jahre dort seine Heimat hatte.

Zeitzeuge war mit Helmut Orwat ein dritter früherer RN-Redakteur, der dort als Fotograf tätig war und Zeuge einer denkwürdigen Panne wurde. Ein Schauspieler wurde von einem Stromschlag getroffen und sank vermeintlich so gekonnt zu Boden, dass er dafür vom Publikum frenetisch gefeiert wurde. Diese und viele andere, reichhaltig bebilderte Geschichten aus der Zeit machen das Bändchen zu einer lesenswerten Zeitreise durch eine leider viel zu schnell vorüber gegangene Ära.

DAS BUCH
Alf Rolla und Friedhelm Wessel: "Hasse schon geseh'n? – Kinogeschichte(n) aus dem Revier". Wartberg-Verlag 2011. ISBN 978-3-8313-2134-6). 11 Euro.
 

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