Waldgebiet am Westring teilweise aufgeforstet

14.000 Bäume gepflanzt

Die Waldstücke zwischen Victoriastraße und Westring sowie Westring und Holthauser Weg müssen dringend aufgeforstet werden. Sturm Ela hatte 2014 große Teile der Wälder verwüstet. Mittlerweile wurden auf einem Gebiet schon neue Bäume gepflanzt. Das Zweite muss diesbezüglich noch warten. Wir erklären den Grund.

BLADENHORST

, 24.02.2016, 05:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Waldgebiet am Westring teilweise aufgeforstet

Junge Bäume stehen zwischen alten Stümpfen auf dem Gelände des Waldstücks zwischen Westring und Victoriastraße.

Die alten Stümpfe ragen wie Mahnmale aus dem Boden im Gebiet zwischen Westring und Victorstraße. Wo Ela Pfingsten 2014 einem Riesen-Waldstück den Garaus machte, hat Ruhr Grün im Regionalverband Ruhr jetzt sein Versprechen eingelöst und jede Menge Bäume und Büsche gepflanzt.

Im vergangenen Herbst ist gemulcht worden, jetzt stehen die jungen Bäumchen eng an eng. Revierförster Matthias Klar listet auf, was gesetzt worden ist: „Fast 12.000 Rotbuchen, 1350 Stileichen, 750 Hainbuchen, rund 6000 Sträucher.“ Welche Sträucher? Hasel, Wildbirne, Wildapfel, Vogelkirsche – die Bienen wird‘s freuen, wenn sie auf dem 4,3 Hektar großen Waldstück zwischen Westring und Victoriastraße neue Nahrung finden.

Über 40.000 Euro Kosten für die Aufforstung

Ordentlich Geld hat der RVR dafür in die Hand genommen. 36.300 Euro für die Pflanzen plus 6000 fürs Mulchen. Die 1,20 bis 1,50 großen Stämmchen stammen aus einer Baumschule im Westerwald. „Sie sind hier für unsere Region aber genau richtig, stellt der Förster klar. Die Größe ist auch deshalb so gewählt worden. In dieser Größe müssen sie nicht mehr davor geschützt werden, von Wildtieren abgeknabbert zu werden.

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Auf der anderen Seite - also zwischen Westring und Holthauser Weg - ist noch ein bisschen Geduld angesagt. Denn dort muss erst einmal der Kampfmittelräumdienst ran. Elf Bomben sollen dort nämlich noch im Boden vergraben liegen. Die selbe Prozedur hat auch das bereits aufgeforstete Waldstück durchlaufen müssen, denn auch dort gab es noch Bomben im Boden.

Schäden durch Sturmtief Ela immer noch nicht behoben

Handlungsbedarf fürs Aufräumen der Sturmschäden durch Ela besteht noch bei einem alten Pappelbestand der Rütgerswerke, am Pfadfinderheim Hafenstraße und auch beim Haldenaufgang an der Bodelschwingher Straße auf Schwerin. „Bei den restlichen fünf Prozent der Ela-Schäden handelt es sich um Einzelwürfe“, so Förster Klar. Bäume also, die im wahren Wortsinn einzeln von einer Orkanböe gefällt wurden.

Das Waldstück diesseits des Westrings ist 2,9 Hektar groß. Die Probleme mit der Unterspülung der Holthauser Straße unweit des Biotops sollen dann 2018 angepackt werden. Der Kreis hat entschieden, dass für den Straßenkörper und eine Brücke 800.000 Euro in die Hand genommen werden sollen.

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