Was machen Familiengerichte genau?

Fragen & Antworten

Bei allen juristischen Entscheidungen, die Scheidung, Unterhalt und Sorgerecht betreffen, sind seit 1977 die so genannten Familiengerichte zuständig. Doch was machen diese Gerichte überhaupt?

CASTROP-RAUXEL

von Von Iris Schmellenkamp

, 28.04.2011, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sind Kinder im Spiel, wird eine Trennung oft schwieriger. Die Familiengerichte sollen Verfahren mit Beteiligung von Kindern daher beschleunigen.

Sind Kinder im Spiel, wird eine Trennung oft schwieriger. Die Familiengerichte sollen Verfahren mit Beteiligung von Kindern daher beschleunigen.

  • Grundlegendes Ziel des Gesetzgebers war es, Verfahren zu bündeln und damit Rechtssicherheit zu schaffen. Die zerstreuten Zuständigkeiten von Land-, Amts- und Vormundschaftsgerichten in Familienfragen wurden auf die Familiengerichte übertragen, die wiederum als Abteilungen der Amtsgerichte installiert wurden.
  • Die Familiengerichte beschäftigen sich in erster Linie mit Scheidungen sowie ihren Folgen und inzwischen auch mit Trennungen von Lebenspartnerschaften. Es gilt der Grundsatz: Keine Ehe kann ohne Beteiligung eines Familiengerichts geschieden werden. Das bedeutet aber nicht, dass es bei allen Scheidungen zu Unstimmigkeiten kommt.
  • Die Gerichte regeln automatisch den Ausgleich der Altersvorsorge. Die während der Ehe erworbene Altersversorgung der Ehepartner werden halbiert und aufgeteilt. Auf Antrag mindestens eines Partners können außerdem Unterhaltsregelungen mitverhandelt werden. In dieser Frage gilt inzwischen der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit. Der besagt, dass ein Partner in eingeschränkterem Umfang als zuvor zu umfassenden Unterhaltszahlungen verpflichtet werden kann. Auf Antrag können außerdem die Aufteilung des Vermögens, die Zuweisung der Wohnung oder das Sorgerecht für etwaige Kinder mitverhandelt werden.
  • Das Wohl des Kindes rückte in den vergangenen Jahren immer mehr in den Fokus. Die Familiengerichte sollen Verfahren mit Beteiligung von Kindern beschleunigen. Außerdem sollen sie genau prüfen, welche Regelung dem Wohl des Kindes am besten dient. Normalfall ist, dass beide Eltern sorgeberechtigt bleiben, sagt der Familienrichter Hans-Jürgen Fischedick. Das heißt die Eltern treffen Entscheidungen, die das Kind betreffen, weiterhin gemeinsam.
  • Je nach Sachlage kooperieren die Familiengerichte mit dem Jugendamt, Polizei, Trägern der Altersvorsorge oder Vermietern. Im eigentlichen Gerichtsverfahren ist die Öffentlichkeit übrigens ausgeschlossen - zum Schutz der Privatsphäre.

  • Die Familiengerichte beschäftigen sich in erster Linie mit Scheidungen sowie ihren Folgen und inzwischen auch mit Trennungen von Lebenspartnerschaften. Es gilt der Grundsatz: Keine Ehe kann ohne Beteiligung eines Familiengerichts geschieden werden. Das bedeutet aber nicht, dass es bei allen Scheidungen zu Unstimmigkeiten kommt.
  • Die Gerichte regeln automatisch den Ausgleich der Altersvorsorge. Die während der Ehe erworbene Altersversorgung der Ehepartner werden halbiert und aufgeteilt. Auf Antrag mindestens eines Partners können außerdem Unterhaltsregelungen mitverhandelt werden. In dieser Frage gilt inzwischen der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit. Der besagt, dass ein Partner in eingeschränkterem Umfang als zuvor zu umfassenden Unterhaltszahlungen verpflichtet werden kann. Auf Antrag können außerdem die Aufteilung des Vermögens, die Zuweisung der Wohnung oder das Sorgerecht für etwaige Kinder mitverhandelt werden.
  • Das Wohl des Kindes rückte in den vergangenen Jahren immer mehr in den Fokus. Die Familiengerichte sollen Verfahren mit Beteiligung von Kindern beschleunigen. Außerdem sollen sie genau prüfen, welche Regelung dem Wohl des Kindes am besten dient. Normalfall ist, dass beide Eltern sorgeberechtigt bleiben, sagt der Familienrichter Hans-Jürgen Fischedick. Das heißt die Eltern treffen Entscheidungen, die das Kind betreffen, weiterhin gemeinsam.
  • Je nach Sachlage kooperieren die Familiengerichte mit dem Jugendamt, Polizei, Trägern der Altersvorsorge oder Vermietern. Im eigentlichen Gerichtsverfahren ist die Öffentlichkeit übrigens ausgeschlossen - zum Schutz der Privatsphäre.
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