Waschbär sorgt in Castrop-Rauxel für Unmut

Niedlicher Schädling

So ein Waschbär ist ja ein niedliches Tierchen: Feuchte Nase, schwarze Knopfaugen und ein buschiger Schwanz. Doch das aus Nordamerika eingewanderte Wildtier ist ein echter Schädling.

CASTROP-RAUXEL

von Von Lena Seiferlin

, 23.10.2013, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Waschbären klettern unglaublich schnell an Dachrinnen entlang auf Hausdächer. So possierlich die Tierchen auch sind, bleiben sie doch Schädlinge.  Foto

Waschbären klettern unglaublich schnell an Dachrinnen entlang auf Hausdächer. So possierlich die Tierchen auch sind, bleiben sie doch Schädlinge. Foto

Seit etwa zwei Jahren, schätzt Josef Berkel vom Hegering, ist der Waschbär auch bei uns heimisch. Förster Dirk Middelmann entdeckte sogar bereits vor fünf Jahren zwei Jungtiere im Wald. "Wie viele genau es sind, können wir noch nicht abschätzen", sagt Josef Berkel. Weil Waschbären fast ausschließlich nachtaktiv sind und in zugewachsenen Baumhöhlen wohnen, seien sie nur sehr selten zu sehen. Umso sichtbarer sind jedoch ihre Spuren. Waschbären sind Allesfresser, ihre Nahrung finden sie sowohl in Mülltonnen als auch an Gartenteichen und Komposthaufen.

"Ich habe hier schon von Tieren gehört, die Enteneier aus den Nestern geraubt haben", sagt auch Josef Berkel. Sich zu schützen, ergänzt er, sei enorm schwierig. Wisente, Wölfe, Elche, Biber, Luchse – sie alle erobern sich Lebensräume in Deutschland, ebenso wie der Waschbär. In Castrop-Rauxel ist neben dem kleinen Säugetier auch ein viel größeres neu: das Wildschwein. "Die Naturschutzgebiete, die wir hier haben, sind ein echtes Eldorado für die Tiere", sagt Josef Berkel. Die in Dickichten lebenden Wildschweine können eine echte Gefahr für den Menschen darstellen. So würde eine Sau mit Frischlingen alles tun, um ihre Jungen zu verteidigen. 

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