Das Wasser kehrt nach 16 Jahren auf das Forum vor dem Rathaus zurück

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Vor dem Rathaus soll es wieder Wasser geben. Das sorgt nicht nur für eine schönere Optik auf dem Forum, sondern hilft auch dem Klima. Forum-Chef Peter Breuer hat nachhaltig gebohrt.

Castrop-Rauxel

, 06.08.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ende war ein unrühmliches. Der Anfang soll sogar strahlen. Nach 16 Jahren gibt es wieder Wasser auf dem Forum.

Es geht darum, dass ein positives gestalterisches Zeichen auf dem Forum am Stadtmittelpunkt gesetzt wird. Mit einem großen Wasserbecken vor dem Rathaus-Foyer. Und ein bisschen Wasserspiel und Beleuchtung.

„Wir sind alle Feuer und Flamme für das Vorhaben“, sagte Bürgermeister Rajko Kravanja bei einem Pressetermin am 4. August (Dienstag). „Back to the roots“ gewissermaßen. Viele Jahre gehörten der Wasserumlauf und der kleine Graben zum Eingang C des Rathauses zum gewohnten Erscheinungsbild.

Bis sich spätestens 2004 der Verdacht breit machte, das Wasser dringe durch bis in die Tiefgarage. Und fast noch schlimmer: Es müffelte, die Optik war ohnehin hinüber. Geld zum Sanieren nicht vorhanden.

Passendes Ambiente für das Big Beautiful Building

Forum-Chef Peter Breuer mochte sich damit doch nicht auf Dauer anfreunden, dass alles verfüllt und das Wasser durch Erde und Gras ersetzt worden war. Langer Rede, kurzer Sinn: Peter Breuer bohrte, fand ein Castrop-Rauxeler Architektenbüro, mit Gelsenwasser einen potenten Sponsor-Partner, Fürsprecher in der Verwaltung und Ende August heißt es wieder Wasser marsch. Passt ja auch zur stolzen Auszeichnung unseres Rathauses als „Big Beautiful Building“.

Auf der frisch ausgehobenen Baugrube vor dem Rathausfoyer (v.l.): Architektin Anke Langweige, Forum-Chef Peter Breuer, Architekt Dieter Klein, Bürgermeister Rajko Kravanja, Bereichsleiter Klaus Breuer, Baurätin Bettina Lenort und Rafael Rüdel von Gelsenwasser.

Auf der frisch ausgehobenen Baugrube vor dem Rathausfoyer (v.l.): Architektin Anke Langweige, Forum-Chef Peter Breuer, Architekt Dieter Klein, Bürgermeister Rajko Kravanja, Bereichsleiter Klaus Breuer, Baurätin Bettina Lenort und Rafael Rüdel von Gelsenwasser. © Stadt

Und sowieso zum ISEK, dem Integrierten Standort- und Entwicklungs-Konzept für den Komplex. Genau, da war und ist ja noch etwas, das zig-Millionen-Euro schwere Unterfangen, den Forum-Komplex mit seinem Sanierungsstau anzupacken.

Das neue Wasserbecken, 38 Meter lang, 5,80 Meter breit und mit einer Höhe von 28 Zentimetern, hat auch etwas mit dem Klima zu tun. Nicht nur mit Aufenthaltsqualität, die für Peter Breuer auch bei der Vermarktung von Stadt- und Europahalle auf der Agenda ganz oben steht.

Auf dem Platz und im Rathaus ist es im Sommer richtig heiß

Die Stadtbaurätin Bettina Lenort sagte: „Hier auf dem Forum, zwischen dem Grutholz und dem Castroper Holz haben wir eine total versiegelte Fläche, es handelt sich aber um eine wichtige Kaltluftschneise.“ Die Mitarbeiter im Rathaus, aber auch die Besucher, wissen ein Lied davon zu singen, wie aufgeheizt die Temperaturen im Sommer dort in der Regel sind.

Beim Wasserbecken allein, abgestimmt mit dem Amt für Denkmalpflege, soll es übrigens nicht bleiben. In die beiden inneren der vier Blumenkübel nahe der Stadthalle sollen Wasserspiele einziehen.

Mit im Boot beim neuen alten Projekt sitzen neben dem Architekturbüro Langweige auch das Grünflächenamt, das sich um Hege und Pflege kümmern wird, eine Baufirma und für Gelsenwasser Rafael Rüdel. Rüdel betonte: „Bei dem Charme der Neugestaltung konnten wir kaum Nein sagen.“

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