WBG erarbeitete mit ihren Schülern, wo Rassismus anfängt und wie man ihn los wird

Willy-Brandt-Gesamtschule

Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie. Wir zeigen viele Bilder.

Castrop-Rauxel

17.07.2019, 13:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
WBG erarbeitete mit ihren Schülern, wo Rassismus anfängt und wie man ihn los wird

Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie – und erlebten am Donnerstag einen großen Abschluss im Foyer. © Antje Menn

Aufgeregt laufen die Schülerinnen und Schüler über die Flure, die Vorbereitungen für den Präsentationstag liegen in den letzten Zügen. In fünf Minuten werden sich die Türen zu den Klassenzimmern öffnen und alle Jahrgänge werden zeigen, was sie in den letzten beiden Projekttagen zum Thema „Alle gleich – alle verschieden“ gelernt haben.

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Anti-Rassismus-Projekttage an der WBG

Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie. Wir zeigen einige Bilder.
16.07.2019
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Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn
Mit Anti-Rassismus-Projekttagen hat sich die Willy-Brandt-Gesamtschule in die Ferien verabschiedet. Bunt und vielfältig waren sie.© Antje Menn

Erstmals fanden Anti-Rassismus-Projekttage an der Willy-Brandt-Gesamtschule statt. Bereits im November beschlossen die Schulleitung und das Kollegium einhellig, Flagge gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zu zeigen. Es wurden die Projekttage ins Leben gerufen. Sie fanden in der letzten Woche des Schuljahres statt.

Erst eine Lehrer-Fortbildung

Den Auftakt bildete am Montag, zu Beginn der letzten Schulwoche, eine Lehrerfortbildung, bei der u.a. Prof. Dr. Karim Fereidooni, Juniorprofessor der Ruhr-Universität-Bochum über Rassismus im Berufsleben und Alltag informierte. Es folgten zwei Tage für die Schülerinnen und Schüler, an denen sie altersgerecht an die Thematik herangeführt wurden. Dabei zeigte sich auch bei der Programmgestaltung die Vielfalt des Themas. So wurden dem 6. Jahrgang durch das Theaterstück „Schlamasel Masel“ des Traumbaum-Theaters jüdische Geschichten und Märchen über Gewitztheit, Barmherzigkeit und Glück nahegebracht, wohingegen sich eine 9. Klasse mit den NSU-Morden beschäftigte. Die Internationale Förderklasse besuchte einen Workshop am Westfälischen Landestheater und führte am Präsentationstag ein kurzes Theaterstück auf.

WBG erarbeitete mit ihren Schülern, wo Rassismus anfängt und wie man ihn los wird

Bunt waren die Projekttage. © Antje Menn

Einen differenzierten Blick auf Rassismus und dessen Definition erhielten auch die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Während die EF durch Referenten der Kolpingjugend und dem „Netzwerk für Geflüchtete“ an das Thema herangeführt wurden, besuchten die Schüler der Q1 wahlweise einen Workshop des Alfried-Krupp-Schülerlabors der Ruhr-Uni Bochum oder erhielten Einblicke in die Thematik des antimuslimischen Rassismus durch zwei Referenten‘.

Aha-Moment für Schüler

Ein Schüler der Oberstufe fasst zusammen: „Ich war mir gar nicht bewusst, dass Rassismus überall lauert. Gesamtgesellschaftlich gab und gibt es ihn immer, allein die Intensität schwankt. Das war mir neu!“

Am Donnerstag, dem Präsentationstag, hatten alle die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse mit allen Lehrern und Schülern zu teilen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Den eindrucksvollen Auftakt machten die Mozartklassen, die unter der Leitung des Musiklehrers Dominik Sahm und in Begleitung zweier Lehrer am Saxofon und an der Gitarre Songs zu „Pulse of Europe“ und „I have a dream“ in Anlehnung an Martin Luther King vor der gesamten Schülerschaft erklingen ließen. Bei den anschließenden Präsentationen führten u.a. Fünftklässler Spiele vor, die in den verschiedensten Ländern der Welt gespielt werden. Rezepte aus verschiedenen Ländern wurden geteilt, Bilder einer Israel-Reise gezeigt, Erklärvideos u.a. zu Sexismus und Rassismus produziert und vorgeführt sowie Comics zum Thema „Ausgrenzung“ gemalt. Eine Installation mit weißen und bemalten Masken und einem Text, der in verschiedenen Sprachen eingesprochen wurde, brachte das Motto der Projekttage „Alle gleich – alle verschieden“ auf den Punkt. Ein voller Erfolg für die Schülerinnen und Schüler, die bewiesen, dass ihnen ein funktionierendes Miteinander in einer Gesellschaft nicht egal ist.

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