Eskimo Callboy

Wegen Corona: Eskimo Callboy sagen Tournee ab, aber kündigen Großes an

Die sechs Musiker von Eskimo Callboy wollten eigentlich im Januar auf Tournee gehen. Nun sagt die Metalcore-Band ab – und kündigt gleichzeitig ihre bislang größte Tour an.
Sänger Kevin Ratajczak, hier Ende 2019 in der Europahalle bei der Generalprobe zur Rehab-Tour, geht mit seiner Band Eskimo Callboy nicht wie geplant auf Tournee. Alle Termine im Januar sind abgesagt. © Christian Püls

Eskimo Callboy, Castrop-Rauxeler Metalcoreband mit Chart-Platzierungen, sagt ihre für Januar geplante Tournee ab. Komplett. Eigentlich waren 13 Konzerte geplant: vom 8. Januar in Kiel bis zum 24. Januar in Hannover. Acht Konzert-Stationen der Europa-Tour waren bereits ausverkauft. Darunter auch Graz (Österreich) und Amsterdam (Niederlande). Für Rostock hatten die sechs Musiker sogar ein Zusatzkonzert in den Terminplan eingeschoben.

Dazu wird es nicht kommen. Das stellte Eskimo Callboy-Sänger Kevin Ratajczak am Montag (14.12.) gegenüber unserer Redaktion klar: „Die Tour im Januar werden wir leider absagen müssen“, erklärt er. „Die ist angesichts der immer noch steigenden Corona-Fallzahlen nicht mehr zu halten – allein ethisch nicht!“ Rechtlich aber natürlich ebenso wenig.

Neue Tournee soll 2022 starten

Ab Januar 2022 soll die Tour nachgeholt werden. Es soll dann die größte Album-Release-Tour der bisherigen Bandgeschichte werden. Obgleich die Band ihre aktuelle EP „MMXX“ noch gar nicht live vor Publikum spielen konnte, soll bis 2022 eine neue LP fertig sein. An neuen Songs wird bereits gearbeitet.


In einem am Montag (14. Dezember) veröffentlichten Video kündigen die Sänger Kevin Ratajczak und Nico Sallach an: „Wir werden auf die fetteste Tour gehen, die wir jemals mit Eskimo Callboy gespielt haben. Mehr Dates, größere Locations, mehr Songs, mehr Party.“

Die Hypa Hypa European Tour 2022 umfasst 24 Stationen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, England Frankreich, Ungarn, Polen, Tschechien, Italien, Österreich und der Schweiz. Das Castrop-Rauxel am nächsten gelegene Konzert steigt im Kölner Palladium. Alte Tickets behalten ihre Gültigkeit, verspricht die Band.

Eskimo Callboy beim Charity-Livestreamfestival “#lauterwerden” am Sonntag (13. Dezember). Dabei traten verschiedene Bands und Künstler zu Gunsten von Crews und Künstlern auf. © MagentaMusik 360 © MagentaMusik 360


Am Sonntag (13. Dezember) waren Eskimo Callboy beim Charity-Livestreamfestival „#lautwerden“ zu sehen. Vor leeren Rängen spielten sie – ohne Gage – für Crews (Techniker, Aufbauhelfer, Bühnenbauer und Caterer) sowie Künstlerinnen und Künstler, die durch die Corona-Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind. MagentaMusik 360 übertrug das Ganze via Internet. Die Metalcore-Band war am Sonntag zwischen Johannes Oerding, Lea, The BossHoss und Peter Maffay eine echte Exotin.

Über 722.000 Euro an Spenden kamen am Festival-Wochenende zusammen. Zudem wird ein Bass mit den Autogrammen aller Bandmitglieder zugunsten der Crews und Künstler versteigert.

„Es war mega, Teil dieser krassen Produktion zu sein“, so Kevin Ratajczak gegenüber unserer Redaktion. Tatsächlich gelang es der Band trotz aller Umstände Spielfreude zu zeigen.

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