Einige Gefangene der JVA können wegen der Weihnachtsamnestie früher nach Hause. © Kersting
Justizvollzugsanstalt

Weihnachtsamnestie: Nur wenige Gefangene vorzeitig aus Haft entlassen

Weihnachten können einige Gefangene in Freiheit feiern – obwohl sie ihre Haftstrafe in der Castrop-Rauxeler JVA Meisenhof noch nicht vollständig verbüßt haben. Es sind diesmal aber wenige.

Jedes Jahr zu Weihnachten können Gefangene darauf hoffen, früher als geplant in die Freiheit entlassen zu werden. In diesem Winter waren es insgesamt 19 Männer, für die ihre Zeit dank der Weihnachtsamnestie in der JVA Meisenhof in Ickern beendet ist. Das sind bei Weitem nicht so viele wie in früheren Jahren.

Das hat einen einfachen Grund. Wegen der Corona-Pandemie wurden bereits im Frühjahr etliche Gefangene entlassen – wenn auch nur vorübergehend. „Die Haft muss irgendwann weitergeführt werden“, so informiert Armin Kersting, in der Justizvollzugsanstalt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

„Wir brauchten Platz beispielsweise für Quarantäneräume.“ Zurzeit sind 331 Plätze von 567 besetzt. Das liegt außerdem noch daran, dass einige Gefangene ihre Haft wegen der Corona-Pandemie noch nicht angetreten haben.

Landesweite Regelung betrifft ausgewählte Gefangene

Deshalb kamen jetzt auch weniger Gefangene für die Weihnachtsamnestie in Frage. Rund 70, so Armin Kersting, sind es gewöhnlich. Jetzt gingen am 18. November 15 Männer nach Hause, später dann noch mal vier.

Grundlage für die Weihnachtsamnestie ist eine landesweite Regelung. Sie gilt für ausgewählte Gefangenen, deren Haftende zwischen dem 19. November und dem 6. Januar vorgesehen war.

Für alle betreffenden Gefangenen ist eine Weihnachtsamnestie nicht möglich. So kommen zum Beispiel Sexualstraftäter dafür nicht in Frage.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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