Weitere Maßnahmen gegen Corona an Grundschulen nicht auszuschließen

mlzPandemie-Bekämpfung

Nach den Herbstferien gilt für die Schüler weiterführender Schulen wieder Maskenpflicht am Platz. Für die Grundschulen gilt das nicht, dafür gelten aber andere Maßnahmen zum Infektionsschutz.

Castrop-Rauxel

, 25.10.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den steigenden Corona-Infektionszahlen zum Trotz: Am Montag, 26. Oktober, beginnt auch in Castrop-Rauxel wieder die Schule.

Um angesichts der momentanen Lage des Infektionsgeschehens den Schulbetrieb mit Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten, hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in der vergangenen Woche einen Kurswechsel bei der Maßnahmen gegen Corona bekannt gemacht.

In den weiterführenden Schulen kehrt man zur Maskenpflicht im Klassenraum zurück. Die Grundschulen sind davon nicht betroffen, aber regelmäßiges Lüften der Räume, strenge Regelungen zum Lernen im Klassenverbund und die flächendeckende Ausstattung der Schulen mit Belüftungsanlagen sollen die Pandemie bekämpfen.

Maßnahmen überraschen nicht

Maßnahmen, die laut der Schulaufsichtsbehörde des Kreis Recklinghausen nicht allzu überraschend kamen.

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„Dass hinsichtlich der Infektionszahlen der vergangenen Tage neue Maßnahmen im Schulbetrieb getroffen werden würden, war abzusehen. Die Schulaufsichtsbehörde des Kreises war permanent im Austausch mit den Schulen“, sagt Marita Wrocklage, Schulamtsdirektorin des Kreises Recklinghausen.

Bei der Umsetzung der neuen Maßnahmen seien zwar noch nicht alle Unklarheiten beseitigt, aber überwiegend wären die Grundschulen im Kreis laut Wrocklage technisch soweit auf Stand, dass der Lüftungsanlageneinbau und die regelmäßige Belüftung durch Fenster gegeben seien.

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Sache der Erwachsenen

Weitere zusätzliche Maßnahmen zum Erlass des Landes, wie zum Beispiel die Einführung einer Maskenpflicht im Unterricht an den Grundschulen, seien aktuell vom Kreis nicht geplant.

Laut Wrocklage könnten allerdings erweiterte Maßnahmen an den Schulen im Kreis Recklinghausen nicht ausgeschlossen werden, soweit das Land NRW diese kurzfristig verfüge. Die Lage sei weiterhin dynamisch.

„Das Virus ist eine Sache der Erwachsenen, nicht der Kinder. Oberstes Ziel ist es, der jüngsten Generation eine unbeschwerte Kindheit zu bieten“, so Wrocklage. Primär wäre zudem wichtig, dass es zu keinen Schulschließungen mehr wie beim Shutdown im März des Jahres käme.

Diese Regeln gelten weiterhin

Im Takt von 20 Minuten sind Castrop-Rauxeler Grundschulen dazu angehalten, Klassenräume zu regelmäßig zu lüften. Ferner gelten folgende Punkte, die aktuell unter anderem auch in einem Elternbrief an die Erziehungsberechtigten der Schüler der Grundschule Am Hügel, aufgeführt werden.

  • Quarantänepflicht: Nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet und der Einreise nach Deutschland gilt die Quarantänepflicht. Sollte ein Kind sich in den Ferien in einem Risikogebiet aufgehalten haben (z.B. Italien, Polen, Türkei, Niederlande), darf das Kind in diesem Fall nicht zur Schule geschickt werden. Nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet und der Einreise nach Deutschland entfällt die Pflicht zur Quarantäne ab dem Zeitpunkt, ab dem Einreisende ein negatives Testergebnis nachweisen können.
  • Maskenpflicht: Die Maskenpflicht gilt auf dem gesamten Schulgelände und im Schulgebäude.
  • Betretungsverbot: Es gilt auch weiterhin, dass das Schulgelände von Eltern nur nach vorheriger Absprache betreten werden darf.
  • Erkrankung: Bei Erkältungssymptomen (Husten, Schnupfen etc.) darf das Kind für einen Tag nicht in die Schule kommen.

Weiterhin wurden an verschiedenen Grundschulen in Castrop-Rauxel sogenannte Corona-Notfall-Mappe schon verteilt. Für den Fall, dass die Schule oder eine Klasse kurzfristig unter Quarantäne gestellt wird, sollen die Mappen die Kinder in den ersten Tagen zunächst mit Arbeitsblättern aus der Mappe zu Haus arbeiten können.

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