Weltklasse-Jazz beim Jubiläumskonzert

25 mal Jive at five

CASTROP Benny Goodman steht quasi Pate für die Konzertreihe „Jive at five“. Da war es nur passend, dass dem König des Swing am Sonntag auch das Jubiläumskonzert in der ASG-Aula gewidmet war.

von Von Peter Wulle

, 18.10.2009, 19:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Klarinettist Allan Vaché aus Florida und seine Band erinnerten an Benny Goodman.

Klarinettist Allan Vaché aus Florida und seine Band erinnerten an Benny Goodman.

Unter dem Motto „The Benny Goodman Project“ tourt die Combo derzeit durch Deutschland – die Swing-Legende wäre in diesem Jahr 100 geworden. „Der Auftritt passte wunderbar auch zu unserem Jubiläum“, freute sich Nico Gastreich nach dem umjubelten Gastspiel über den willkommenen Zufall.

Als der Henrichenburger Jazz-Bassist 1995 zum ersten Mal Weltklasse-Musiker im kleinen Rahmen – damals noch in der Aula des Ernst-Barlach-Gymnasiums – präsentierte, hätte kaum jemand gedacht, dass sich soetwas wiederholen ließe. „Es hat damals noch nicht ‚Jive at five‘ geheißen. Und es stimmt, wir waren alle sehr skeptisch und haben nicht geglaubt, dass man so eine Jazz-Reihe aufziehen kann“, erinnert sich Nico Gastreich.

Dank seiner Kontakte in der Musikszene, der engen Freundschaft zu dem großen Swing-Jazz-Gitarristen Marty Grosz aus den USA und der Unterstützung des Kulturbüros der Stadt, der Kulturgemeinde und mehrerer Sponsoren gelang es aber doch, regelmäßig Spitzenmusiker hier auftreten zu lassen. „Das Ganze hat sich stetig entwickelt und ist mittlerweile etabliert“, stellt Nico Gastreich heute fest. Gut 300 Besucher erlebten gestern den 25. ‚Jive at five“ in der ASG-Aula. Aus der ganzen Region, sogar aus Wesel und Münster, kommen die Swing-Fans mittlerweile nach Castrop. „Es hat sich herumgesprochen, dass hier Weltklassemusiker zu hören sind“, sagt Nico Gastreich.

Ob Ken Peplowski, Randy Sandke, Dan Barrett oder Jay Leonhard – die Crème de la Crème des klassischen Jazz stand bereits beim „Jive at five“ auf der Bühne. Zum zweiten Mal war gestern auch Isla Eckinger, der Top-Bassist aus der Schweiz, dabei. „Es gibt keine Uhrzeit für Jazz. Aber fünf Uhr hat sich so ergeben, weil das ganz gut in den Reiseplan der Tourmusiker passt. Für fünf Uhr am Sonntag kann ich sie immer gut buchen“, erzählt Nico Gastreich – und will das weitere 25 Male tun.

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