Durch die verschärften Corona-Beschränkungen könnte es wieder zu längeren Schlangen vor größeren Läden kommen. © Thomas Schroeter (Archiv)
Corona-Beschränkungen

Weniger Kunden erlaubt: „Schlangen werden sich kaum verhindern lassen“

Ab dem 1. Dezember werden einige Corona-Beschränkungen weiter verschärft. Castrop-Rauxeler werden das beim Einkaufen zu spüren bekommen. Die Geschäfte beobachten aber einen Lern-Effekt.

Da die Zahlen der Corona-Infizierten in Deutschland nicht im erwünschten Tempo zurückgehen, haben Bundesregierung und Landesregierungen vereinbart, an den Corona-Beschränkungen im Dezember festzuhalten und diese sogar noch einmal zu verschärfen.

Dies hat auch auf den Handel und die Geschäfte in Castrop-Rauxel starke Auswirkungen. Ab dem 1. Dezember soll sowohl vor den Läden, als auch auf den Parkplätzen der Märkte Maskenpflicht herrschen. Außerdem dürfen weniger Kunden in die Läden.

Je zwanzig Quadratmeter ein Kunde

Bei Ladenflächen von bis zu 800 Quadratmetern soll je zehn Quadratmeter nur noch ein Kunde zulässig sein, ab 800 Quadratmetern dann ein Kunde je 20 Quadratmeter.

Diese Einschränkungen stellen den Einzelhandel vor große Herausforderungen, wie Markus Jablonski, Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation der Real-Märkte bestätigt: „Die Weihnachtsfeiertage und die Zeit zwischen den Jahren zählen erfahrungsgemäß zu den umsatzstärksten Tagen im Einzelhandel.“ 2020 werde man sich auf das Weihnachtsgeschäft jedoch ganz anders vorbereiten müssen.

Die Märkte können teilweise auf bestehende Schutzkonzepte zurückgreifen und profitieren von den Erfahrungen des ersten Lockdowns im Frühjahr dieses Jahres.

Wieder mehr Personal-Einsatz in Supermärkten

Dennoch brauche es in Anbetracht der vermehrt erwarteten Einkäufe des Weihnachtsgeschäftes „eine besondere Sensibilisierung der Kundschaft sowie des Personals“, gibt Carsten Kraus, der Filialleiter des Edeka-Marktes Gronemann zu bedenken. In seinem Markt an der Dortmunder Straße dürfen ab dem 1. Dezember nur noch 162 Kunden zur gleichen Zeit einkaufen.

„Schlangen werden sich da kaum verhindern lassen“, sagt er, doch man wolle dem bestmöglich begegnen und befinde sich bereits in „der konkreten Planung“.

Man hoffe auf das Verständnis der Kunden und könne bereits beobachten, dass sich das Kaufverhalten der Castrop-Rauxeler in den vergangenen Monaten verändert und der Situation angepasst hat.

Kunden ändern Kaufverhalten

Markus Jablonski erklärt schriftlich, dass zwar in der Summe mehr gekauft wird, die Kundenfrequenz jedoch abgenommen hat. Die Menschen gingen weniger häufig einkaufen, erledigen dafür jedoch den ganzen Wocheneinkauf mit einem Einkauf.

Man zeigt sich im Real-Markt also optimistisch: „Dieses Kundenverhalten trägt zu einer deutlichen Entzerrung der Lage bei und sorgt zudem dafür, dass es auch im frequenzstarken Weihnachtsgeschäft noch einen Puffer auf dem Weg zur Höchstgrenze der Kundenanzahl im Laden gibt.“

Dennoch nimmt man die Lage ernst und bereitet sich auf die kommenden Beschränkungen vor. Nicht nur das Personal wird aufgestockt, auch technische Hilfsmittel werden herangezogen.

Digitale Einlasskontrollen für mehr Übersicht

Der Mediamarkt in Castrop-Rauxel ist bereits mit digitalen Einlasskontrollen ausgestattet. „Ein Display am Markteingang zeigt an, wie viele Kunden den Markt noch betreten dürfen und steuert die Zutrittserlaubnis mit selbsterklärenden, farblichen Anzeigen nach dem Ampelprinzip“, erklärt auf Anfrage eine Sprecherin der Konzern-Zentrale in Ingolstadt..

Wer die Märkte zusätzlich entlasten will, plant seine Weihnachtseinkäufe in diesem Jahr bereits frühzeitig. Um das Kundenaufkommen zu regulieren, bitten gerade Supermärkte darum, insbesondere an „Fleisch-, Fisch- und Backwerk-Theken Vorbestellungen für die Weihnachtsfeiertage sowie die Zeit zwischen den Jahren zu tätigen“, so Markus Jablonski.

So soll der Einkauf auch zwischen den Feiertagen für alle möglich gemacht werden. Die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen, wie sie ab dem 21.12. für private Treffen und Feierlichkeiten vorgesehen sind, sollen für den Einzelhandel nicht gelten. Bei den Beschränkungen auf die geringere Kundenzahl wird es also bleiben.

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