Wer hat den Mond geklaut? - Vorlese-Wettbewerb in Dein Treff Punkt

DEININGHAUSEN "Opa, wer hat den Mond geklaut?“ Diesem Phänomen ging am Donnerstagnachmittag Nicole Stempka aus der Klasse 3 a der Deininghauser Grundschule nach.

von Von Gabriele Regener

, 06.03.2009, 14:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wer hat den Mond geklaut? - Vorlese-Wettbewerb in Dein Treff Punkt

Vorlese-Wettbewerb in Dein-Treff Punkt: alle Beteiligten

Moderiert wurde der Wettbewerb von Ulrike Goliath, der Leiterin der Grundschule und außerdem Klassenlehrerin der Schmetterlinge, der jahrgangsübergreifenden Klasse der Schule. Und weil die Schmetterlinge im Dezember einen Ausflug zum Ponyhof gemacht haben, ist es nicht verwunderlich, dass die drei Vorleser aus dieser Klasse Pony-Geschichten zum Besten gaben. Kim Magnusson hatte bei den Leselöwen eine spannende Pony-Geschichte gefunden, Aylin Durak las über Susis Traumpony und Steven Nickels Titelfigur hieß Max. Max, das Kirmespferd, das mit Scheuklappen durch die Welt laufen musste, in Maxi aber eine begeisterte Reiterin fand.  Der Märchenklassiker „Aschenputtel“ hatte Hatun Milanovic aus der Klasse 2 a so beeindruckt, dass sie die Geschichte flüssig vortrug. Was die Schulleiterin besonders freute, denn für Hatun, wie für Nicole und Aylin auch, ist Deutsch nicht die Muttersprache. Was aber selbst der aufmerksamste Zuhörer nicht merken konnte. Besonders aufmerksam waren drei Herren im Publikum: die beiden Schriftsteller Paul Reding und Roy Kift und der Pfarrer i.R. Reinhard Hoch. Dem Lesen und Schreiben beruflich besonders verbunden, bildeten diese drei die kompetente Jury. Sie lauschten konzentriert, machten sich Notizen zu jedem Nachwuchs-Vorleser.

Ein Schmunzeln ging über ihre Gesichter, als Leon Hill aus der Klasse 4 a auf das Podest geklettert war. Er kündigte „Die Gespensterjäger auf eisiger Spur“ von Corneli a Funke an und las die spannende Geschichte so stimmungsvoll, wimmerte ein „Aua“ und rollte ein „Rrrummms“, fast wie ein Profi. „Macht ja nix“ hieß das Buch, aus dem Charlene Trappiel aus der 2 a vorlas, das „Magische Baumhaus“ hatte Silas Neutzler aus der 3 a so gefesselt, dass er die Zuhörer an der Spannung teilhaben ließ. Die kleine Hexe war schließlich die Hauptperson der Textpassage, die Dana Köster aus der 4 a vortrug. Dieter Mertens, Vorsitzender des Bürgervereins, hatte die Idee zu dem gelungenen Nachmittag. „Wir wollen die Lesefreudigkeit wecken, den Spaß an der Sprache vermitteln“, sagt er. Bei den kleinen Vorlesern war das nicht mehr nötig. Sie hatten der Jury die Entscheidung nicht leicht gemacht. Denn eigentlich saßen nur Sieger auf dem Podest. Klar, dass auch alle eine Urkunde und ein süße Belohnung bekamen. Dazu noch jeweils zwei Bücher für die Klassengemeinschaft.

Doch schließlich suchte die Jury aus den Guten noch vier Vorleser aus, die es besonders gut gemacht hatten. Die zum Beispiel beim Vor-lesen auch schon mal einen Blick ins Publikum geworfen hatten. Mit ihnen geht es bald in die Buchhandlung am Markt, wo sich die jungen Leser eine neue Lektüre aussuchen dürfen. Demnächst soll es übrigens einen Rollentausch geben. Dann darf der Lese-nachwuchs im Publikum Platz nehmen und „Lesepromis“ das Wort erteilen. Bürgermeister Johannes Beisenherz, der ehemalige Bürgermeister Nils Kruse, der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe und Schriftsteller Roy Kift haben sich bereits als Vorleser verpflichtet.   

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