Die Stadt Castrop-Rauxel rät vom Feuerwerk zu Silvester ab. Das neue Jahr mit Wunderkerzen zu begrüßen, ist eine gute Alternative zu China-Böller & Co. © Benjamin Hahn
Silvester in Corona-Zeiten

Wie darf ich in Castrop-Rauxel Silvester feiern? 5 Fragen, 5 Antworten

Die Corona-Regeln für Silvester haben sich in den vergangenen Wochen geändert. Doch wie dürfen die Castrop-Rauxeler nun eigentlich feiern? Wir liefern die wichtigsten Antworten.

Die Corona-Regeln zu Silvester verwirren viele Menschen. Zunächst sollten am letzten Tag des Jahres die gleichen Ausnahmeregeln gelten wie zu Weihnachten. Treffen mit bis zu 10 Erwachsenen wären erlaubt, kleine Partys möglich gewesen.

Doch nachdem die Corona-Infiziertenzahlen nicht zurückgegangen waren, haben die Regierungen deutschlandweit die Ausnahmeregeln wieder zurückgenommen. Doch was gilt nun in Castrop-Rauxel zu Silvester? Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Darf ich mit Freunden draußen feiern?

An Silvester (31. Dezember) und am Neujahrstag (1. Januar) gilt grundsätzlich ein Ansammlungs- und Versammlungsverbot. Konkret schreibt die Landesregierung dazu: „An Silvester und am Neujahrstag gilt: Private Treffen im öffentlichen Raum sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt zu reduzieren. Maximal dürfen sich aber fünf Personen treffen, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahre bei der Berechnung der Personenzahl nicht mitzählen.“

Beispielsweise dürfen sich also zwei Ehepaare mit beliebig vielen Kindern bis 14 Jahre in der Öffentlichkeit treffen, zwei Ehepaare mit zwei oder mehr Kindern über 14 aber nicht.

Darf ich zu Haus eine private Silvesterparty feiern?

Die Stadtverwaltung Castrop-Rauxel bittet eindringlich darum, private Feiern zu unterlassen oder Treffen dieser Art mit einer nur geringen Anzahl von Teilnehmern zu gestalten. Anders als zum Beispiel in Hamm gelten für den privaten Rahmen aber keine grundsätzlichen Kontaktverbote in Castrop-Rauxel. Als Empfehlung wird die bekannte Kontaktbeschränkung gegeben, die auch in der Öffentlichkeit gilt.

Kann ich zum Jahreswechsel Feuerwerk zünden?

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist verboten. Wer allerdings noch Restbestände besitzt, darf sie zünden. Ein Abbrennverbot gibt es in Castrop-Rauxel nicht. Die Stadt hätte zwar einzelne Plätze und Straßen benennen können, auf denen es explizit verboten gewesen wäre, Feuerwerk zu zünden, darauf hat sie aber ebenso verzichtet wie alle anderen Städte im Kreis Recklinghausen.

Generell empfiehlt die Stadtverwaltung aber, auf den Einsatz von Feuerwerkskörpern zu verzichten.

Darf ich zum Jahreswechsel mit meinen Nachbarn anstoßen?

Bis zum 10. Januar ist es verboten, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Das bedeutet: Wer auf der Straße anstoßen möchte, darf dies nur mit alkoholfreien Getränken tun (und natürlich nur mit der oben beschriebenen maximalen Personenzahl). Wer es spitzfindig mag, kann sich aber beispielsweise in die eigene Garageneinfahrt zurückzuziehen.

Übrigens darf auch ab 23 Uhr generell kein Alkohol verkauft werden – und zwar nicht nur an Silvester, sondern bis zum 10. Januar.

Wann verkehren Busse zu Silvester und Neujahr?

Nachtbusse verkehren aufgrund der Corona-Situation generell in der Nacht zu Neujahr nicht in Castrop-Rauxel. Für Silvester gelten Samstags- und Sonntagsfahrpläne. Silvester fahren Busse der DSW21 bis circa 15 Uhr nach dem Samstagsfahrplan und anschließend bis gegen 22.30 Uhr nach dem Sonn- und Feiertagsfahrplan. Danach gibt es eine mehrstündige Ruhepause bevor – wie aktuell an Feiertagen üblich – ab circa 4 Uhr die Frühfahrten starten.

Busse der HCR sind Silvester bis circa 22 Uhr nach dem Samstagsfahrplan unterwegs. Der Linienverkehr am Neujahrstag beginnt ab circa 10 Uhr nach dem Sonn- und Feiertagsfahrplan.

Die Busse der Bogestra fahren Silvester nach dem Samstagsfahrplan, Neujahr gilt ab circa 9 Uhr der Sonn- und Feiertagsfahrplan.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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