Willy-Brandt-Gesamtschule: Angst nach Notiz im Klo

CASTROP-RAUXEL Nicht besonders groß geschrieben, aber durchaus folgenschwer. Denn der kleine Eintrag "Terroranschlag 13. 2." sorgte an der Willy-Brandt-Gesamtschule für Angst. Sogar die Polizei erschien an der Gesamtschule. Später stellte sich heraus, dass alles "nur" ein übler Scherz war.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 13.02.2008, 20:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Und vorsichtshalber für einen Einsatz der Polizei, die Schulleiterin Gudrun Höhle umgehend informierte, nachdem ihr Schüler aus dem sechsten Jahrgang von dem mit einem Edding gekritzelten Eintrag in einer Kabine der Jungentoilette berichtet hatten. Dienstagmorgen waren die Beamten vor Ort, sahen sich die "Notiz" an, führten Gespräche mit einigen Schülern und stuften das Ganze dann unter die Kategorie "übler Scherz" ein, wie Gudrun Höhle erklärte. "Für uns war es zunächst wichtig, die Kinder zu beruhigen", sagt die Schulleiterin. Denn gelesen hätten den Eintrag viele der Schüler. Unterricht verlief nach Plan Der Unterricht an der Willy-Brandt-Gesamtschule lief gestern nach Plan ab. Zumal die Polizei eine entsprechende Empfehlung gegeben und davon abgeraten habe, den Schultag abzusagen. Einige Schüler, vorzugsweise aus dem Zehner-Jahrgang, hätten den schäbigen Toiletten-Spruch allerdings offenbar genutzt, um nicht zum Unterricht zu kommen. Vorsichtshalber hatte die Polizei gestern Vormittag Kontrollwagen zum WBG geschickt. "Wir hätten völlig anders reagiert, wenn wir z.B. eine telefonische Drohun g bekommen hätten", sagt Gudrun Höhle. So wie es mehrfach in jüngster Vergangenheit am Adalbert-Stifter-Gymnasium passiert war. "Das Problem", erklärt die Schulleiterin, "besteht immer in der Abwägung, denn niemand kann definitiv vorab sagen, dass es sich um Blödsinn handelt." Konsequenzen für Verursacher Wenn die Verursacher solcher "Scherze" ermittelt werden, haben sie mit Konsequenzen zu rechnen. Und die Eltern mit einer Rechnung, wenn auch die Feuerwehr gerufen werden musste.

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