Windradgegner treffen sich am 30. September

Stadt hat Okay gegeben

Bei der großen Infoveranstaltung der Stadt zum geplanten Windrad in Becklem im vergangenen Jahr war der Gegenwind vergleichsweise eine Brise. Jetzt pustet er ordentlich. Für Dienstag lädt die Interessengemeinschaft Windstill zur nächsten Inforunde ein. Für sie wird es Zeit: Denn mit dem Bau des Sockels könnte es noch in diesem Jahr klappen.

BECKLEM

, 19.09.2014, 16:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Jetzt rüstet die Gemeinschaft zum nächsten Infoabend. Die beim ersten Infoabend anvisierte Sammlung von 10.000 Euro für juristischen Beistand ist erfolgreich absolviert. Mit Professor Detlef Krahé und Detlef Ahlborn kommen am

, zwei Experten, die sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die gesundheitlichen Risiken der Windräder beleuchten.

Eingeladen zu diesem Infoabend sind auch die Ratsmitglieder der drei angrenzenden Städte. Im Fokus steht unter anderem der "Infraschall". Dabei handelt es sich um niederfrequenten Schall, der über das Gehör nicht wahrnehmbar ist. Der aber, so die Windradgegner, in anderen Ländern dazu geführt hat, dass Mindestabstände von 2000 Metern einzuhalten sind. Die Wohnbebauung in Becklem ist 560 Meter weg, bis Horneburg sind es 750.

In Castrop-Rauxel haben sowohl Umweltausschuss als auch der Bauausschuss ohne eine einzige Gegenstimme Ja zum Windrad in Becklem gesagt. Die Stadt Datteln hat wissen lassen, dass sie grundsätzlich auch nichts dagegen hätte. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Okay des Regierungspräsidenten.

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"Wir stehen in den Startlöchern, das ist klar", sagt Heinrich Wiesmann, Sprecher der Windenergie Becklem GmbH und Co. KG. Aber erst wenn alles in trockenen Tüchern sei, gebe man Gas. "Und auch erst dann werden wir das Windrad bestellen", verdeutlicht Wiesmann. Von der Bestellung bis zur Lieferung dauere es erfahrungsgemäß zehn Monate. Mit dem Bau des Sockels könnte es also noch dieses Jahr klappen, mit der Errichtung des Windrads wird es dieses Jahr nichts mehr werden.

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