Winterpause vorbei: Bezirksliga beginnt mit Derby

Fußball

Das lange Warten hat ein Ende, sieben Wochen Vorbereitung sind abgeschlossen und die Fußball-Bezirksliga meldet sich am Sonntag gleich mit einem Höhepunkt zurück: Der FC Frohlinde (6.) empfängt die Spvg Schwerin (13.). Es ist Derby-Zeit. Wacker Obercastrop (14.) empfängt derweil den SV Westfalia Huckarde (7.).

CASTROP-RAUXEL

, 13.03.2015, 12:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dietrich Liskunov (links) und der FC Frohlinde mussten sich bei der Spvg Schwerin mit einem 1:1 begnügen.

Dietrich Liskunov (links) und der FC Frohlinde mussten sich bei der Spvg Schwerin mit einem 1:1 begnügen.

Fußball: Bezirksliga 9 FC Frohlinde - Spvg Schwerin (So., 15 Uhr, Sportanlage Brandheide)

Die Freude auf den Fußball-Leckerbissen war in den Gesprächen vor dieser Partie bei den sportlich Verantwortlichen spürbar. Sei es bei Stefan Hoffmann, der mit Michael Wurst (16 Tore/aktueller Bezirksliga-Torschützenkönig) das Spielertrainer-Duo an der Frohlinder Brandheide bildet – oder bei dem Schweriner Thomas Faust. Die Übungsleiter waren unisono einer Meinung, sie freuen sich, dass es endlich wieder losgeht.“

Das tun sicherlich auch die Fans. Testspiele hin Testspiele her. Es geht wieder um Punkte. Auch im Rückblick auf die Vorbereitung während der Winterpause ähneln sich die Aussagen. Hoffmann: „Wir haben gut gearbeitet, haben viel ausprobiert und Wert darauf gelegt, uns spielerisch weiterzuentwickeln.“

Zum Abschluss kommen

Faust: „Unsere Vorbereitung war ganz ordentlich, wir werden alles versuchen.“ Zumal es beim ersten Aufeinander-Treff beim 1:1 auf dem Schweriner Berg gut gegen die Nachbarn geklappt hat.“ Damals waren die Frohlinder als Aufsteiger noch unter der Trainer-Regie von Jürgen Litzmanski und der Titelanwärter-Bürde aufgelaufen. Die Schweriner hielten im Hinspiel mit guten Defensiv-Aktionen dagegen. Für das Rückspiel wünscht sich Faust: „Wir müssen mehr zum Abschluss kommen.“

Marcos Hill war es, der an dem verregneten Freitag-Abend im September mit dem 1:0 den Nadelstich gesetzt hatte. Bastian Niebert gelang das 1:1. Hill, mit 12 Toren der treffsicherste Blau-Gelb-Schütze wird allerdings noch einige Wochen fehlen. Verletzt ausfallen werden zudem Thomas Geiger und Alan Michna. Nigel Behrendt ist nach seiner fünften gelben Karte gesperrt. Torwart Marco Schulz ist nach einem Verdacht auf Leistenbruch einsatzbereit.

Geballte Fußballroutine

Auf FCF-Seite fehlen verletzt Sebastian Janas und Alexander Sube. Dafür können sich die Fans auf zwei neue Gesichter in beiden Teams freuen. Bei Frohlinde auf Ex-Profi Michael Bemben (u.a. VfL Bochum), auf der Gästeseite auf Marcus Hasecke. Der verfügt über Erfahrungen aus Oberligazeiten Nordrhein und Westfalen, der Regionalliga West/Südwest sowie der 2. Bundesliga (SG Wattenscheid 09). Geballte Fußballroutine mit vielen jungen Burschen in beiden Teams. Derby, was willst du mehr?

SV Wacker Obercastrop - SV Westfalia Huckarde (So., 15 Uhr, Erin-Kampfbahn, Karlstraße 44a)

Der Optimismus ist zurück: Mit dem Testspielsieg gegen den SC Osmanlispor (6:3/Kreisliga A) am Mittwoch im Rücken können die Fußballer des SV Wacker Obercastrop (14.) das erste Punktspiel nach der Winterpause in der Bezirksliga am Sonntag gegen Westfalia Huckarde (7.) mit mehr Selbstvertrauen angehen.

Denn am Selbstbewusstsein ist während der Vorbereitung unter dem neuen Trainer Andreas Köhler mächtig "geknabbert" worden. Der Coach, der in der ersten Serie Eintracht Datteln auf Platz fünf hievte und dann zur Erin-Kampfbahn "rübermachte", hatte sich das neue Unterfangen ganz anders vorgestellt. Köhler gingen zu Beginn seines Amtsantritts die Leute aus. Sei es durch Verletzungen, Krankheiten oder berufliche Gründe.

Trio wieder an Bord

Einige Spiele mussten abgesagt werden. Somit war der kurzfristig eingeschobene Test gegen den SC Osmanlispor wie Balsam auf geschundener Seele. Köhler: "Das hat richtig gut getan." Der große Kader der Obercastroper ist zwar noch lange nicht wieder komplett, aber wenn Leute wie Niko Kresic, Bastian Fritsch oder Manuel Backes wieder an Bord sind, sieht doch gleich alles anders aus. Zumal Cihangir Sahinli seinem Spitznamen "Django" mit der Treffsicherheit von drei Toren gegen Osmanlispor wieder gerecht wurde.

Und Sonntag? Vielleicht wiederholt sich ja Geschichte. Wie die der Obercastroper im Hinspiel unter Coach Dennis Hasecke, als es bei Westfalia Huckarde einen 4:1-Sieg gab. Köhler gewann in der ersten Halbserie mit Eintracht Datteln mit 3:1 gegen die Dortmunder. Jetzt Wacker mit Köhler zusammen, das würde passen. 

Lesen Sie jetzt