WLT probt für Fortsetzung der "Schwarzen Jungfrauen"

CASTROP-RAUXEL Das WLT inszeniert die Fortsetzung des Stücks "Schwarze Jungfrauen" - die Proben haben begonnen, Premiere ist am 2. Mai. Wiederum sind es fünf Monologe, diesmal aber von fünf Frauen gesprochen.

26.03.2009, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
WLT probt für Fortsetzung der "Schwarzen Jungfrauen"

Proben für die "Schwarzen Jungfrauen II": (v.l.n.r.): Günfer Cölgecen, Luisa Voßbeck, Dagny Dewath, Charis Nass und Ute Zehlen.

Radikale Systemkritik und religiöse Moralvorstellungen bewegen die Frauen, deren Geschichten Feridun Zaimoglu und Günter Senkel in "Schwarze Jungfrauen" vorstellen. Die Statements basieren auf Interviews mit in Deutschland lebenen Musliminnen, die exemplarisch für die Ansichten vieler Migrantinnen stehen können. 2006 inszenierte Regisseur Christian Scholze die ersten fünf Monologe; seitdem tourt das Zwei-Personen-Stück "Schwarze Jungfrauen" mit beachtlichem Erfolg durchs Land. Nun hat Scholze mit der Probenarbeit für die Fortsetzung begonnen - "Schwarze Jungfrauen II - Die Sehnsucht brennt sich in mein Herz".

Fünf Monologe - Fünf Frauen Wiederum sind es fünf Monologe, diesmal allerdings von fünf Frauen gesprochen: Lilija Klee (vom WLT-Ensemble), Günfer Cölgecen und Charis Nass (die Schauspielerinnen aus "Schwarze Jungfrauen I") sowie Dagny Dewath und Ute Zehlen als Gäste. Als "Bindeglied" zwischen "Erster Frau" bis "Fünfter Frau" fungiert Luisa Voßbeck als "Das Mädchen".

"Figuren entwickeln sich aus dem, was sie sagen"

"Ein hochkarätiges Team", lobt Christian Scholze und freut sich auf die intensive und gemeinsame Arbeit, die von den Impulsen aller leben wird, leben muss. Denn wie beim ersten Teil stehen dem Regisseur auch diesmal nur die Texte zur Verfügung, die Figuren sind nicht charakterisiert, sondern entwickeln sich erst aus dem, was sie sagen.

Wie auch schon beim ersten Teil der "Schwarzen Jungfrauen" ist der Inhalt eine Aufforderung zum Dialog, zur Reflexion. Und deshalb wird nach den Vorstellungen stets eine Diskussion zwischen der jeweiligen Schauspielerin und dem Publikum angeboten.

Produktion feiert gleich zwei Premieren Die Produktion "Schwarze Jungfrauen II" wird zwei Premieren erleben. Zum einen - weil es eine Koproduktion mit dem Theater Duisburg ist - am 25. April um 20 Uhr im Zuge des 32. Duisburger "Akzente"-Festivals (Motto: Bosporus - Tor der Kulturen) im Theater Duisburg; zum anderen in Castrop-Rauxel am Samstag, 2. Mai, um 20 Uhr im WLT-Studio.

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