Worte gerührt und geschüttelt: Vom Tupperwal nach Wuppertal

CASTROP-RAUXEL Wie hangelt man sich textmäßig vom "Tupperwal nach Wuppertal"? Oder vom Spatz zum Spätzle? Ganz einfach: Man verdreht die Worte, schüttelt sie und knotet sie und - schwupp, schon hat man ein griffig-lustiges Unsinnsgedicht zur Hand. Heinz-Albert Heindrichs ist ein Spezialist für diese Kunst.

05.03.2009, 19:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Worte gerührt und geschüttelt: Vom Tupperwal nach Wuppertal

Heinz-Albert Heindrichs (r.) mit seinem Sohn, dem WLT-Intendanten Sebastian Heindrichs (l.).

Doch Heindrichs hat auch noch Lautgedichte mit dabei, wenn er am Sonntag, 15. März, 18 Uhr, ins WLT-Studio zur "Nonnensense" lädt. Der Vater des WLT-Intendanten Sebastian Heindrichs sagt dazu, dass alles "sehr musikalisch und sehr rythmisch" bei ihm zugehe.

Filmkomponist

Kein Wunder: arbeitete der 1930 in Brühl geborene Künstler nach seinem Studium der Germanistik, Musik und Kunstwissenschaften zunächst als Filmkomponist in München, später als Theaterkapellmeister in Essen und Wuppertal und als freier Bühnen- und Hörspielkomponist.

Darüber hinaus war er lange an verschiedenen Hochschulen tätig, u. a. als Professor, später als Dekan an der Universität Essen und als Professor an der Folkwang-Hochschule in Essen.

Worte schütteln

Oft geht es um das Verdrehen, das Schütteln von Worten, andere Worte erscheinen rückwärts. In den Lautgedichten werden die Phoneme schließlich wie Musik behandelt und manchmal bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Die meisten Gedichte der "Nonnensense" verstehen sich als Sprachspiele, die auf Komik zielen, sagt er, aber: "Es ist keine Comedy."

111 selbst verfasste Laut- und Unsinnsgedichten sind's insgesamt, die er vortragen wird. Fazit: Es ist ein intelligenter Spaß, der eine Stunde dauern wird.

Karten sind ab sofort beim WLT unter Tel. 97 80 20 erhältlich.

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