Zahnarzt in der Grundschule - "Gesund im Mund"

CASTROP-RAUXEL Der Zahnteufel liebt Schokolade, das Zahnmännchen Möhren. Zähne putzt man nach der KAI-Technik: Kaufläche, Außenfläche, Innenseite. Die Klasse 1b der Wilhelmschule hat viel über Zahngesundheit gelernt. Zahnarzt Hans-Joachim Günther war da und machte den Auftakt zum neuen Grundschulkonzept „Gesund im Mund“.

von Von Christoph Witte

, 31.03.2009, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zahnarzt in der Grundschule - "Gesund im Mund"

Zahnarzt Hans-Joachim Günther half Justin beim Zähneputzen.

  Hans-Joachim Günther ist der erste Zahnarzt aus der Europastadt, der in Grundschulklassen geht. Bis zum Sommer möchte er in allen Klassen der Wilhelmschule und seine Mitarbeiterin Michaela Fritz-Stambulla in der Grundschule Alter Garten je eine Doppelstunde Unterricht geben. „Die Kinder lernen an sieben Stationen spielerisch, worauf es bei der Zahnpflege ankommt“, erklärt der Dentist. Sie putzen am überdimensionierten Modell nach dem KAI-Prinzip, ertasten Nahrungsmittel, die den Zähnen gut tun wie Karotten und die den Zähnen schaden wie Negerküsse oder kämpfen in Dreier-Gruppen gegen den Zahnteufel, der Karies verursacht. Auch Hintergrundwissen über den Aufbau der Zähne und deren jeweilige Aufgabe werden besprochen. „Jedes Schuljahr bekommt ein altersentsprechendes Programm“, sagt Günther, „so dass die Kinder in jedem Schuljahr Neues erlernen.“

Seit Anfang des Jahres wird das Konzept an Grundschulen angeboten. „Wir können uns vorstellen, dass demnächst alle Schulen zentral über das Schulamt angeschrieben werden“, sagt Jürgen Tomczak, Geschäftsführer des Arbeitskreises. Bislang wurden die Grundschulen im Kreis von zwei Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises betreut. „Bei über 1000 Klassen war das so aber nicht mehr zu stemmen“, sagt Tomczak. Finanziert wird das Konzept durch alle gesetzlichen Krankenkassen. In naher Zukunft werden in Castrop-Rauxel noch weitere Zahnärzte neben Hans-Joachim Günther Lehrer auf Zeit werden. Netter Nebeneffekt: „Die Kinder verlieren so auch ein Stück weit Angst vor uns“, meint Hans-Joachim Günther. 

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