Zeugen sollen Licht in diffuse Auseinandersetzung bringen

CASTROP-RAUXEL Der 44-jährige Angeklagte wusste nicht so recht, warum er auf der Anklagebank des Amtsgerichtes Platz nehmen musste. Doch einer seiner ehemaligen Arbeitgeber, Leiter eines Pflegedienstes, hatte ihn angezeigt. Der Vorwurf: Diebstahl eines Handys und einer Netzwerkkarte. "Stimmt nicht", beteuert der ehemalige Mitarbeiter.

von Von Gabi Regener

, 19.03.2009, 14:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zeugen sollen Licht in diffuse Auseinandersetzung bringen

Angeklagtem wird Handydiebstahl vorgeworfen.

 Über die Rückgabe der beiden Handys konnte er dagegen eine Empfangsquittung des Pflegedienstes vorlegen. Wo die Netzwerkkarte geblieben ist, war ihm allerdings schleierhaft. Doch den Vorwurf des Diebstahls ließ er nicht auf sich sitzen. „Die Netzwerkkarte war für einen alten Kopierer bestimmt, die passte sowie nicht an andere Steckplätze“, sagte er. Den alten Kopierer konnte sie jedoch auch nicht flott machen. Er habe sie neben dem Gerät liegen lassen, sagte der Angeklagte, der häufiger die Geräte der Firma gewartet hatte.

Etwas merkwürdig ist auch, dass bei Erlass des Strafbefehls bereits beide Handys zurückgegeben waren. Stirnrunzeln auch beim Richter. Während der eine Chef die Anzeige forcierte, habe ihm der andere zum Einspruch geraten, so der Angeklagte. Jetzt will der Richter die beiden ehemaligen Vorgesetzten des 44-Jährigen hören, um Licht in diese diffuse Auseinandersetzung zu bringen. Die nächste Verhandlung ist für den 20. April anberaumt. 

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