Zu wenig Personal: Probleme beim Bürgerbüro

Hoher Krankenstand

Mit dem Ende der Schulferien sollte sich auch die Situation im Bürgerbüro in Castrop-Rauxel entspannen. Ab sofort würden wieder die regulären Öffnungszeiten geführt, informierte die Stadtverwaltung noch am Montag (22. August). Doch nun stehen die Bürger trotzdem vor verschlossenen Türen.

CASTROP-RAUXEL

, 26.08.2016, 14:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verwaistes Bürgerbüro in Castrop-Rauxel.

Verwaistes Bürgerbüro in Castrop-Rauxel.

Drei Tage später dann die nächste Mitteilung: „Wegen mehrfacher Krankheitsfälle musste das Bürgerbüro am Donnerstag kurzfristig schließen und bleibt auch die nächsten Tage leider nur sehr eingeschränkt geöffnet und erreichbar.“ Die Empfehlung der Stadt: „Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, vor einem Besuch im Bürgerbüro einen Blick auf die städtische Internetseite ' type='' href='https://castrop-rauxel.de/Inhalte/Buergerservice/Oeffnungszeiten/index.php?seite=angebot&id=12613zu werfen oder telefonisch zu erfragen, ob und wann das Bürgerbüro besetzt ist.“

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Ein 69-jähriger Ickerner hat sich dran gehalten. „Ich habe Donnerstagvormittag auf der Internetseite gelesen, dass bis 17.30 Uhr geöffnet ist“, sagt er. Weil er für einen bevorstehenden Auslandsaufenthalt seinen Führerschein erneuern wollte, ließ er umgehend neue Passfotos anfertigen und ging ins Rathaus. „Dort stand ich dann vor verschlossener Tür – und da war ich nicht der Einzige.“

"Die Situation ist unerträglich"

In der Theorie sei das Bürgerbüro ausreichend besetzt, sagt Michael Eckhardt, als Beigeordneter auch zuständig für den Bürgerservice – in der Praxis jedoch nicht. „Wir haben gedacht, wieder in voller Besetzung zu sein, dann sind wieder Leute krank geworden. Laut Stellenplan seien elfeinhalb Stellen im Bürgerbüro vergeben, teilweise stünden nur drei Mitarbeiter zur Verfügung. Aktuell fallen drei Personen langfristig krankheitsbedingt aus. „Wir können derzeit nur reagieren, die Situation ist unerträglich“, so Eckhardt.

Wie aber genau die Reaktion aussieht, kann oder möchte der Beigeordnete nicht sagen. „Wir können nicht mal eben Leute aus anderen Verwaltungsbereichen abziehen, die nicht mit dem System vertraut sind. Wir werden intern beraten und das Thema in die entsprechenden Ausschüsse tragen und vorher keine Diskussion in der Presse führen.“

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