Zugewucherter Stichweg stört Deininghauser

Dresdener Straße

Für Gudrun Grüger von der Chemnitzer Straße in Deininghausen beginnt ihr tägliches Ärgernis nur wenige Meter vor ihrer Haustür. Ein zugewucherter Stichweg ist der Grund dafür. Und bis Herbst wird Frau Grüger auf größere Schnittarbeiten warten müssen. Grund ist der Naturschutz.

DEININGHAUSEN

, 21.07.2016, 04:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zugewucherter Stichweg stört Deininghauser

Dieser Stichweg, der ins Grutholz führt, ist ein Ärgernis für Gudrun Grüger. Aus Vogelschutzgründen darf aber momentan kein großer Rückschnitt des Grüns erfolgen.

Die leidenschaftliche Nordic-Walkerin Gudrun Grüger muss auf ihrer Tour durch das nahe gelegene Grutholz immer einen kleinen Stichweg passieren, der genau zwischen dem Häuserkomplex Dresdener Straße 33 und einem Sechser-Garagenblock liegt, der den Abschluss der Dresdener Straße bildet.

Und hier sieht es, gelinde gesagt, in der Regel alles andere als schön aus. Der sich ausbreitende Grünbewuchs des Häusergrundstücks wuchert mitten in den Weg, zudem wuchert hohes Unkraut an einer Garagenwand. „Ich weiß gar nicht, wer hierfür zuständig ist, aber muss das eigentlich hier so aussehen“, frage sie sich jedesmal, wenn sie an dieser Stelle entlang laufe, beklagte sich die Deininghausenerin jetzt in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Zwar werde an dieser Stelle regelmäßig bei der Aufräum-Aktion „Platzverweis dem Dreck“ sauber gemacht, doch dem wuchernden Grünschnitt komme man natürlich mit dieser Aktion nicht bei.

Sträucher und Hecken bereits zurückgeschnitten

Angesprochen auf dieses Problem hieß es bei der LEG, dass man in der Tat für das Grün auf dem Grundstück verantwortlich sei, bei dem Weg jedoch Stadtgrün, was allerdings bis zuletzt nicht so ganz geklärt werden konnte. Die Sträucher und Hecken, so eine Sprecherin, seien mittlerweile zeitgleich zur, aber unabhängig von der Beanstandung im Rahmen der üblichen Grünpflege beigeschnitten worden.

„So kann der Weg ins Grutholz wieder besser passiert werden“, stellte sie klar. „Allerdings“, so ihre weitere Feststellung, „sind größere Eingriffe in den Bewuchs aufgrund der Brutzeit der heimischen Vögel beziehungsweise des Vogelschutzes derzeit nicht möglich.“

„Auch nach Empfehlung des Grünflächenamtes“, so die Sprecherin weiter, „sollen bis Ende September möglichst keine größeren Beschneidungen von Sträuchern und Hecken durchgeführt werden, um brütende Vögel nicht zu gefährden.“

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