Gesamtschule Ickern kommt - das hat Folgen für drei andere Schulen

mlzZweite Gesamtschule

Eine zweite Gesamtschule in Castrop-Rauxel wird nun endgültig beschlossen. Das Ja zur Schule in Ickern hat Auswirkungen auf gleich drei weitere weiterführende Schulen in der Stadt.

Castrop-Rauxel

, 16.06.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Schulausschuss wird in seiner Sitzung am Donnerstag, 18. Juni, Nägel mit Köpfen machen und den Start der „Gesamtschule Ickern“ beschließen. So soll die neue weiterführende Schule im Gebäude der ehemaligen Janusz-Korczak-Gesamtschule (JKG) an der Waldenburger Straße vorläufig heißen. Als Starttermin ist der Beginn des Schuljahres 2021/22 geplant.

Das finale Sagen hat dann der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 25. Juni – der letzten Sitzung vor der Sommerpause und der Kommunalwahl am 13. September. Die Weichen für die neue Schule in städtischer Trägerschaft sind gestellt. Zu dem Beschlusspaket gehört die sukzessive Auflösung der Sekundarschule Süd ab Schuljahresbeginn 2021/22 (beginnend mit der Jahrgangsstufe 5).

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Die jeweils noch verbleibenden Jahrgangsstufen/-klassen werden so lange fortgeführt, wie ein ordnungsgemäßer Unterrichtsbetrieb am Standort Kleine Lönsstraße gewährleistet werden kann.

FNR und WBG werden auf vier Züge begrenzt

Damit einhergehen soll die Begrenzung der Fridtjof-Nansen-Realschule (FNR) und der Willy-Brandt-Gesamtschule ab dem Schuljahr 2021/22 auf jeweils vier Züge. Schließlich soll die Politik der Verwaltung grünes Licht erteilen, für das Paket die Genehmigung bei der Bezirksregierung einzuholen. Planungen, die seit 2018 geschlossene Janusz-Korczak-Gesamtschule wieder für den Schulbetrieb fit zu machen, haben bereits begonnen.

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Gearbeitet wird laut Papier der Verwaltung noch an mehreren Konzepten. So etwa zur Finanzierbarkeit der neuen Schule, zum Raumkonzept und zur besseren Anbindung an den ÖPNV. „Die Mensa kann im vorhandenen Maße genutzt werden. Zunächst ist eine Warm-Anlieferung vorgesehen“, steht in der Verwaltungsvorlage.

Sekundarschule Süd kann ab dem neuen Schuljahr dreizügig laufen

Auch Thema wird, was an den bisherigen Standorten der Sekundarschule Süd passieren soll. Dafür muss ein Konzept her. Sie kann nach den Sommerferien sogar dreizügig laufen - was eigentlich für einen Schulbetrieb so im Schulgesetz vorgesehen ist. Im vergangenen Jahr war das mangels Schülerandrang nicht möglich. Jetzt sind 60 Schülerinnen und Schüler angemeldet.

Der politische Beschluss dürfte von einer breiten Mehrheit getragen werden. Nachdem die Grünen lange an der Sekundarschule festhalten wollten, stimmten sie im Frühjahr wie auch die FDP dem Prüfauftrag an die Verwaltung von SPD, CDU, FWI und Linken zur Errichtung einer zweiten Gesamtschule zu.

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