Zum Herbstfest in Dorsten sollen am 8. Oktober auch die Geschäfte in der Altstadt öffnen. Nicht alle Parteien finden das gut. (Symbolbild) © picture alliance / dpa
Herbstfest

Corona-Kontrollen beim Herbstfest in Dorsten denkbar

Beim geplanten Herbstfest in der Dorstener Innenstadt könnte es Corona-Kontrollen geben. Der verkaufsoffene Sonntag am 10. Oktober gefällt den Grünen überhaupt nicht.

Eine böse Überraschung erlebte Dorstens Nachbarstadt Gladbeck vor drei Wochen. Das Oberverwaltungsgericht Hamm untersagte auf Antrag der Gewerkschaft Verdi den geplanten verkaufsoffenen Sonntag beim Appeltatenfest. Dass auch der Shopping-Sonntag in Dorsten am 10. Oktober in Gefahr ist, glaubt die Erste Beigeordnete Nina Laubenthal nicht.

Keine Besucherbeschränkung beim Herbstfest

„In Gladbeck war die Besucherzahl auf 1.000 beschränkt“, erläuterte Laubenthal am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss. „Da war für die Richter nicht ersichtlich, warum die Geschäfte öffnen sollten.“ In Dorsten wird es für das abgespeckte Programm vom 8. bis 10. Oktober keine zahlenmäßige Beschränkungen geben.

„Außerdem“, so Laubenthal, „haben wir in der Vergangenheit durch Umfragen nachgewiesen, dass die Menschen vor allem wegen des Festes und nicht wegen der geöffneten Geschäfte in die Altstadt kommen.“ Laubenthal kündigte allerdings an, dass es bei mehr als 5.000 Besuchern stichprobenartige Corona-Kontrollen geben werde. Beim Herbstfest gilt die sogenannte 3G-Regel.

Für die Grünen, das machte Sprecher Mauritz Hagemann in der Sitzung deutlich, muss ein verkaufsoffener Sonntag „eine Ausnahme bleiben“. Hagemann bezweifelt, dass der Aktionstag die Probleme des Einzelhandels löst. Die Grünen plädierten deshalb dafür, nur den verkaufsoffenen Sonntag beim Lichterfest (7. November) zuzulassen, scheiterten aber klar.

CDU und SPD sprachen von einem „Zeichen, dass wir etwas für den Einzelhandel tun wollen“. Die endgültige politische Entscheidung über die Ordnungsbehördliche Verordnung fällt am 29. September im Stadtrat. Ob Verdi dann noch versucht, den verkaufsoffenen Sonntag auf juristischem Wege zu verhindern, ist ungewiss.

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Stefan Diebäcker

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