Datendiebstahl?

Volksbank-Kunden bekamen betrügerische Mails

Die Durchtriebenheit einiger Mitmenschen kennt keine Grenzen. Aktuell warnt die Vereinte Volksbank ihre Kunden vor Spammails. Betrüger versuchen, an Mobilfunknummern heranzukommen.
So sieht das angebliche Schreiben der Volksbank aus, das der Dorstener in seinem Mailordner fand. © Claudia Engel

Ein Dorstener machte die Redaktion auf einen neuen Trick aufmerksam. Am Telefon erzählte der Mann, dass er eine Mail von der „Volksbank“, seiner Hausbank, bekommen habe. Darin fordert die Volksbank ihn auf, eine gültige Mobilnummer bekanntzugeben.

Angeblich sei der Dorstener seit Anfang Oktober dazu verpflichtet, um sein Online-Banking perfekt zu machen. „Das ist natürlich Quatsch“, sagte der Anrufer. Er habe sich aber trotzdem bei seinem Geldinstitut noch einmal rückversichert.

Die Absenderin baut „Vertrauen“ auf

Perfide ist die Vorgehensweise der Unbekannten allemal: Sie bauen zunächst Vertrauen auf, indem sie Vertraulichkeit versichern. „Wir garantieren, Ihre Rufnummer nach geltendem Datenschutzrecht zu behandeln und zu keinerlei Werbezwecken zu nutzen“, so „Marija Kolak“, die angebliche Präsidentin der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Wer nicht mitmacht, der bekommt Druck. Mit dem Fälligkeitsdatum Anfang Dezember gebe es keine Versicherung mehr gegen unautorisierte Kontozugriffe, kündigt die Absenderin an. Um die markige Ankündigung zu unterstreichen, droht Marija Kolak ihren Kunden damit, dass „sie als Kunde nach EU-Verordnung T-274/08 im Schadensfall selbst haften“.

Diese Verordnung gibt es tatsächlich. Sie bezieht sich aber auf „Rechtssachen über die Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik in der EU“.

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