10.000 Notfallkarten wurden dem Krankenhaus übergeben

Erste Hilfe

Die Notfallkarte setzt ihren Siegeszug fort. Jetzt gibt auch der Klinikverbund KKRN in Dorsten und Haltern die hilfreichen Karten an ihre Patienten aus.

DORSTEN

von Von Klaus-Dieter Krause

, 25.10.2011, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wenn's darauf ankommt, ist die Notfallkarte ein lebenswichtiger Trumpf: Ihren Gebrauch empfehlen (v.l.) Sozialamtsleiter Thomas Rentmeister, Angelika Rütten, Guido Bunten und Hiltrud Hachmöller vom St.-Elisabeth-Krankenhaus, Heidrun Römer, Seniorenbeirat, Manfred Hürland, Volksbank Dorsten und Friedhelm Ashoff, Seniorenbeirat.

Wenn's darauf ankommt, ist die Notfallkarte ein lebenswichtiger Trumpf: Ihren Gebrauch empfehlen (v.l.) Sozialamtsleiter Thomas Rentmeister, Angelika Rütten, Guido Bunten und Hiltrud Hachmöller vom St.-Elisabeth-Krankenhaus, Heidrun Römer, Seniorenbeirat, Manfred Hürland, Volksbank Dorsten und Friedhelm Ashoff, Seniorenbeirat.

Diese Karte ist ein echtes Erfolgsmodell. 2009 wurden die ersten 3500 Stück ausgegeben, die in nur drei Tagen vergriffen waren. Inzwischen wurden insgesamt 40.000 Exemplare gedruckt und 10.000 davon am Dienstag ans Krankenhaus übergeben. „Dies ist ein großer Tag für die Notfallkarte“, betonte dabei Friedhelm Ashoff am Dienstag im St.-Elisabeth-Krankenhaus, „vor allem, weil zeitgleich die Karte auch in Schermbeck eingeführt wird.“Idee vom Seniorenbeirat Kevelaer Die Idee, dass junge wie alte Menschen für den Fall des Falles stets eine handliche Karte mit persönlichen Daten wie Erkrankungen, Medikamenten oder zu benachrichtigenden Personen bei sich tragen sollten, stammt ursprünglich vom Seniorenbeirat Kevelaer. Der Dorstener Beirat übernahm das Konzept und hat mit der Volksbank einen Partner zur Finanzierung gefunden.Nachdem in nur eineinhalb Jahren 20.000 Karten in Dorsten dankbare Abnehmer fanden, gibt jetzt auch der Klinikverbund KKRN in Dorsten und Haltern die Mini-Fibel an ihre Patienten aus. „Diese Karte kann uns wichtige Hinweise geben, wenn Notfall-Patienten aufgenommen werden“, erklärte Pflegedienstdirektorin Hiltrud Hachmöller. Dies gelte für die Suche nach Ansprechpartnern ebenso wie für die Hinweise, ob die neu eingelieferten Patienten besondere Medikamente einnehmen oder einen Herzschrittmacher tragen.Initiator Seniorenbeirat Aber man muss sich nicht eigens ins Krankenhaus einliefern lassen, um an eine Karte zu kommen. Der Seniorenbeirat hat weitere 10 000 Stück drucken lassen, die jetzt überall in der Stadt erhältlich sind. Kluge Köpfe besorgen sich gleich zwei Exemplare. Eine Karte, die sie ausgefüllt stets bei sich tragen, etwa in der Brieftasche oder der Geldbörse. Und eine zweite, die in Augenhöhe direkt neben der Wohnungstür angebracht sein sollte. Dies kann lebenswichtig sein, wenn in akuten Notfällen der Rettungsdienst ins Haus kommt.

Die Notfall-Karte ist kostenlos erhältlich. Sie wird von allen Mitgliedern des Seniorenbeirats ausgegeben (Tel. 02369/24 87 55 oder Tel. 02866/4376), liegt im Stadt-Info in der Recklinghäuser Straße sowie in allen Volksbank-Filialen und bei einigen Ärzten und Apothekern aus. Ab sofort ist sie auch in der Zentralen Aufnahme des St.-Elisabeth-Krankenhauses zu bekommen. Notfallkarten können auch über das Internet angefordert werden.

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