19-Jähriger muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis

Bandenmitglied wurde rückfällig

Er war Mitglied einer Bande, die Spielhallen, Tankstellen und Supermärkte überfallen hatte, und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Doch der 19-Jährige wurde während der Bewährungszeit rückfällig. Die Konsequenz: Das Amtsgericht verhängte eine Haftstrafe.

Dorsten

, 03.06.2014, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

In der gleichen Nacht in einer Lotto-Annahmestelle auf der Schermbecker Mittelstraße das gleiche Spiel: Wieder war ein Gullydeckel das Tatwerkzeug, wieder entwendeten die Übeltäter Zigarettenstangen. Dass er bei den Überfällen dabei war, gestand der Angeklagte im Gerichtssaal sofort. Allerdings sagte er aus, dass er unter Drogen gestanden habe. „Ich habe ab nachmittags Hasch konsumiert, so dass ich abends gar nicht mehr richtig überlegen konnte, was ich da eigentlich mache“, so der 19-Jährige. Die anderen Täter hätten deshalb leichtes Spiel gehabt, ihn da reinzuziehen. Seine Kompagnons, die übrigens abstritten, bei dem zweiten Überfall in Schermbeck dabei gewesen zu sein, schilderten den Abend jedoch anders. Der Angeklagte selbst habe den späteren Fahrer angerufen. Und auch bei dem späteren Einbruch in Gladbeck sei der 19-Jährige derjenige gewesen, der den Gully in die Scheibe geworfen habe – von Mitläufer also keine Spur.

Da eine Blutuntersuchung der Uni Münster zudem ergab, das der Dorstener zum Tatzeitpunkt nicht unter Drogeneinfluss gestanden haben könne, fiel die Verteidigungsstrategie des Angeklagten und seines Verteidigers wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

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