24. Frauenkulturtage sind eröffnet

DORSTEN "Ich habe meine Rollen nicht gesungen, sondern sie auf der Rasierklinge gelebt". Jeanette Giese vom Chansontheater fortepiano interpretierte zur Eröffnung der Dorstener Frauenkulturtage Maria Callas.

von Von Ralf Pieper

, 09.03.2009, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
24. Frauenkulturtage sind eröffnet

Jeanette Giese interpretiert bei der Eröffnung der Frauenkulturtage u.a. Maria Callas.

"Die Göttliche" und elf weitere Persönlichkeiten standen am Sonntagabend im Programm "Histörrische Frauen - Europas Töchter" mit Wagemut und Eigensinn für das Erreichen ihrer Ziele ein. Die Diva Marlene Dietrich, die Jüngerin Maria Magdalena, die Pianistin Clara Schumann, die Porno-Unternehmerin Beate Uhse gehörten u.a. zur interessanten Auswahl von Jeanette Giese.

Zusammen mit dem Pianisten Michael Reuter erweckte sie diese Frauen zur erneuten Inspiration des Publikums in einem kontrastreichen Programm wieder zum Leben. Stark und zerbrechlich, vergöttert und verachtet stellt sie das Leben und Werk der Politikerinnen, Künstlerinnen und Unternehmerinnen dar. Keine dieser Frauen hat Gegebenes einfach hingenommen, jede hat für ihren Traum gekämpft. Motor für die Gleichberechtigung

"Frauen verändern EUROPA verändert Frauen". Diese Wortspiel zum Motto der 24. Frauenkulturtage fordert die Frauen in Europa auf, sich einander anzunähern und ein Motor für die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu sein. "Wir Frauen können auf lokaler Ebene Europa verändern", sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs bei der offiziellen Eröffnung. "Europa rückt näher", ergänzte die städtische Gleichstellungsbeauftragte Vera Konieczka.   Die Frauenkulturtage (bis 21. März) wollen die politische und rechtliche Situation der Frauen in Europa darstellen. Die reiche kulturelle Vielfalt wird gezeigt und es wird zum Austausch und zur Begegnung aufgefordert.

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