Achtung: Neuer Laserblitzer an viel befahrener Bundesstraße in Dorsten

mlzTempo-Überwachung

Aufgepasst: Der Kreis rüstet bei der Tempo-Überwachung auf. Auch in Dorsten sind Starenkästen abgebaut worden, moderne Laser-Blitzgeräte nehmen dafür jetzt zu schnelle Autofahrer ins Visier.

Dorsten

, 30.04.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Autofahrer dürften in den vergangenen Tagen auf dieser Dorstener Bundesstraße schwer erschreckt in die Eisen gestiegen sein. Denn seit Dienstag (28. April) steht dort ein nagelneues Blitzgerät. Es ist bereits die zweite Säule, mit der der Kreis Recklinghausen seit Ende März seine Tempo-Überwachung in der Lippestadt aufgerüstet hat.

Schon im März hat ein Laser-Blitzer den alten Starenkasten an der Lippramsdorfer Straße in Lembeck abgelöst, den zweiten Austausch vollzog die Kreisverwaltung jetzt an der Bochumer Straße (B 224) in Höhe des „Baby-Markts“.

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Die beiden neuen Geschwindigkeitsüberwachungsgeräte gehören nach Angaben von Kreis-Pressesprecher Jochem Manz zu einer „Modernisierungsoffensive, die in diesem Jahr umgesetzt wird“. 21 der kreisweit insgesamt 23 stationären Blitzer werden umgerüstet.

Vom Fahrbahnzustand unabhängig

Mit den neuen Lasergeräten macht sich der Kreis vom Zustand der Straßen unabhängig. „Denn Starenkästen werden durch marode Fahrbahnen beeinträchtigt“, so Manz, weil letztere die Induktionsschleifen im Boden außer Gefecht setzten.

Der Starenkasten an der Marler Straße bleibt vorerst in Betrieb.

Der Starenkasten an der Marler Straße bleibt vorerst in Betrieb. © Michael Klein

Der Kreis investiert laut Jochem Manz rund 1,3 Millionen Euro in die Modernisierung. Die Ausgabe dürfte sich schnell amortisiert haben, denn schon heute spülen die Starenkästen sowie die in den kleineren Kreisstädten eingesetzten Radarwagen jährlich 1,2 Millionen Euro in die Kreis-Kasse.

Nicht stadteinwärts geblitzt

Das neue Laser-Gerät an der Bochumer Straße ist in Fahrtrichtung Gelsenkirchen aufgestellt und blitzt - wie alle Kreis-Blitzer - nur in eine Richtung. Dass das Gerät nicht stadteinwärts in Betrieb ist (wie man eigentlich erwarten würde), hat laut Jochem Manz einen bestimmten Grund.

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„Voraussetzung ist immer eine erhöhte Unfallgefahr, und die wurde bislang nur stadtauswärts festgestellt“, erklärt er. So lasse sich auch der Vorwurf der Abzocke entgegentreten.

Autofahrer können sich nie sicher sein

Anders als die drei 24-Stunden-Blitzer des Kreises in Waltrop, Haltern und Castrop-Rauxel sind die Dorstener Blitzer nicht rund um die Uhr scharf geschaltet. Sie sind nämlich mit Kameras bestückt, die wechselweise auch an den anderen Standorten im Kreisgebiet zum Einsatz kommen. Sicher können Autofahrer nie sein, ob es blitzt oder nicht.

Keine Änderung an Marler Straße

Das gilt auch für den dritten Blitzer-Standort in Dorsten: an der Marler Straße (B 225). Hier wird aber - wie schon seit Jahrzehnten - weiter der Starenkasten seinen Dienst tun. Grund: An der unweit entfernten Kreuzung Marler Straße/Händelstraße soll in naher Zukunft eine Ampelanlage installiert werden.

„Anschließend wollen wir zunächst die Verkehrssituation beobachten und prüfen, ob ein Überwachungsgerät dort überhaupt noch erforderlich ist“, so Manz.

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