Radfahrer und Fußgänger fühlen sich an der Borkener Straße nicht sicher. Ein- und Ausfahrten zum Aldi-Markt sollen demnächst getrennt werden. © Claudia Engel (A)
Ein- und Ausfahrt trennen

Aldi baut in Dorsten um und denkt dabei an die Verkehrssicherheit

Wenn der Aldi-Markt an der Borkener Straße sich vergrößert, soll sich auch die Verkehrssituation verbessern. Getrennte Ein- und Ausfahrten und bessere Sicht sollen mehr Sicherheit schaffen.

Der Aldi-Markt an der Borkener Straße soll größer werden. Um rund ein Drittel soll der Markt vergrößert werden, von 800 auf 1.200 Quadratmeter. Dazu sollen das vorhandene Gebäude kernsaniert und der Baukörper verlängert werden. Als im Umwelt- und Planungsausschuss am Dienstag über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan entschieden wurde, machte die Verwaltung deutlich, dass sie sich von der Vergrößerung eine Verbesserung der Verkehrssituation an der B224 erhoffe.

Schon länger fühlen sich Fußgänger und Radfahrer an den Ein- und Ausfahrten von Supermärkten an der Borkener Straße nicht sicher. Gerade bei Aldi seien die Ein- und Ausfahrten so angelegt, dass gefährliche Situationen mit Radfahrern an der Tagesordnung seien, beklagen Anwohner. Auf dem Seitenstreifen parkende Fahrzeuge würden zudem oftmals die Sicht behindern.

Fußgänger und Radfahrer fühlen sich nicht sicher

Schon im Sommer 2019 versprach Aldi, nach einer Lösung des Problems zu suchen, die der Konzern nun im Zuge der Erweiterung gefunden zu haben glaubt. Wie Planungsamtsleiter Marc Lohmann im Ausschuss berichtete, soll es künftig nur noch eine zentrale Einfahrt aufs Aldi-Gelände geben: in der Mitte zwischen dem Getränkemarkt „Trinkgut“ und dem Aldi-Markt. Dort soll es künftig nur noch rein, aber nicht wieder raus gehen.

An den neuen Ausfahrten soll die Sicht für Autofahrer demnächst besser werden.
An den neuen Ausfahrten soll die Sicht für Autofahrer demnächst besser werden. © Claudia Engel (A) © Claudia Engel (A)

Der abfließende Verkehr soll über zwei Ausfahrten an den beiden Enden des Grundstücks auf die Bundesstraße geführt werden. Um die Sicht auf den Verkehr zu verbessern, sollen die direkt an den Ausfahrten liegenden Stellplätze durch Pflanzbeete mit Findlingen ersetzt werden, sodass Autofahrer Fußgänger und Radfahrer rechtzeitig wahrnehmen können. Für den Wegfall von zwei öffentlichen Stellplätzen erhält die Stadt vom Investor einen Ablösebetrag von knapp 10.000 Euro.

Zu Stoßzeiten wird der Verkehr sich weiterhin „drubbeln“

Eine völlige Lösung aller Verkehrsprobleme, daraus machte Lohmann keinen Hehl, sei durch die neue Ein- und Ausfahrtregelung allerdings nicht zu erwarten, denn „die Anlieferung kann nur durch die Einfahrt erfolgen. Und auch nur dort können die großen Fahrzeuge wieder heraus.“ Möglicherweise sogar im Rückwärtsgang. So werde es sich an der Borkener Straße zu Stoßzeiten weiterhin „drubbeln“.

Ausschussmitglieder äußerten die Sorge, dass der Aldi-Markt durch die Vergrößerung noch mehr Kunden und damit zusätzlichen Verkehr anlocke und der Stau auf der Borkener Straße dadurch schlimmer werden könnte.

Da seien Zweifel angebracht, dass 100 Parkplätze für Kunden und Beschäftigte reichen. Aldi plant neben breiteren Behinderten- und Familienparkplätze auch Stellplätze für (Lasten-)Räder.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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