Alexander Höll aus Dorsten ist Fernseh-Ermittler

Rolle bei "Lenßen"

"Es war schon immer mein Traum, zum Fernsehen zu gehen." Jetzt hat sich dieser Wunsch für den Dorstener Alexander Höll erfüllt: Seit Montag ist der 28-Jährige in einer Hauptrolle der Sat.1-Serie "Lenßen" zu sehen.

von Von Michael Klein

, 09.03.2012, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alexander Höll in seiner Rolle alsKarsten Grabowski.

Alexander Höll in seiner Rolle alsKarsten Grabowski.

„Lenßen“ ist ein Format mit Amateur-Appeal. „Wir sind alle keine Schauspiel-Profis“, sagt Alexander Höll. „Aber gerade das macht die Sache so authentisch.“ Er habe von den Regisseuren die Anweisung bekommen, sich vor der Kamera so zu geben, wie er auch im Alltagsleben ist. „Und ich bin eher so der ruhige Ruhrgebiets-Typ“, charakterisiert sich der 28-Jährige selbst. Deshalb ist Alexander Höll froh, dass die Neuauflage der Serie, die bereits von 2003 bis 2009 lief, nun in Essen und nicht mehr in München spielt.„Wir haben ja hier tolle Drehorte im Revier“, sagt der Hervester, der bereits seit seinem 16. Lebensjahr als Komparse bei diversen TV-Gerichts-Shows mitgewirkt hat. 2003 hat Alexander Höll am Gymnasium Petrinum sein Abitur gemacht, dann zwei Jahre Medienwissenschaften in Bochum studiert, die Uni verlassen, weil er lieber sein Geld in der Gastronomie und als Büro-Leiter in einem Recklinghäuser Küchenstudio verdienen wollte. Als er im Dezember überraschenderweise zum Casting eingeladen wurde („Ich hatte vier Jahre lang nicht mehr für die Produktionsfirma gearbeitet“) und die Zusage bekam, machte er Nägel mit Köpfen. „Seitdem bin ich hauptberuflich Karsten Grabowski.“

Drei bis vier Drehtage die Woche verschaffen ihm ein gutes Auskommen. „Der Job macht mir Spaß“, sagt er, „er ist aber erst mal nur eine Momentaufnahme, denn ich weiß, dass Fernsehen ein schnelllebiges Geschäft ist.“ Deshalb hat er sich für eine Rückkehr zu seinem alten Arbeitgeber die Türen offen gehalten. Trotz aller Liebe zum Fernsehen: Jeden TV-Job würde er nämlich nicht annehmen. „X-Diaries“ und ähnliche Skripted Reality-Sachen wären für ihn nicht akzeptabel: „Ich bin ein seriöser Familienvater.“ Deshalb kann er sehr gut damit leben, dass die neuen „Lenßen“-Folgen Geschichten erzählen, die sich von den früheren Mord- und Totschlag-Fällen entfernt haben. „Und die Resonanz der Zuschauer ist auch erfreulich“, hat er in Internet-Foren erfahren. „Auch wenn es immer ein paar Leute gibt, die den alten Ermittlern nachtrauern.“

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