Alte Innenstadt-Leuchten sind begehrt: Option für dunklen Schulweg in Östrich?

mlzStraßenbeleuchtung

Die Östricher kämpfen weiter um eine bessere Ausleuchtung ihres Schulwegs. Solarlampen oder LED-Leuchten? Alles viel zu teuer, sagt die Stadt - und bringt eine neue Option ins Spiel.

Östrich

, 05.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Beleuchtungslücke an einem Teilstück der Gahlener Straße, das als Schulweg genutzt wird, beschäftigt die Östricher weiterhin. Das Thema kam auch beim Östricher Bürgerforum am Mittwochabend im Clubhaus der Kanu-Freunde Wiking Gladbeck wieder auf den Tisch.

„Es fehlt eine ausreichende Beleuchtung“, stellte der Technische Beigeordnete Holger Lohse fest. Um die Lücke zu schließen, seien vier neue Leuchten notwendig. Die können aber nicht so ohne Weiteres aufgestellt werden, weil der Haushaltssanierungsplan der Stadt eine Erweiterung der Straßenbeleuchtung verbietet. Was aber nicht bedeute, dass keine Ausnahme möglich sei, so Lohse. Vor allem, wenn es um einen offiziellen Schulweg geht.

LED-Leuchten kosten 4000 Euro

Die Verwaltung hat deshalb zwei Optionen durchkalkuliert. Vier neue LED-Leuchten würden demnach bis zu 7000 Euro in der Herstellung kosten, hinzu kämen Betriebskosten von rund 350 Euro pro Jahr. Noch teurer und ohne Sponsoren noch unrealistischer wären Solarlampen.

Die zweite von Lohse ins Spiel gebrachte Variante ist da deutlich günstiger. „Im Zuge des Innenstadt-Umbaus bekommt die Fußgängerzone eine neue Beleuchtung“, sagte er. Die alte werde zurzeit abgebaut, „da sind also zumindest die Leuchtköpfe da, die gegebenenfalls an anderer Stelle wieder verwendet werden können“.

Bei entsprechender Zusammenarbeit - Bürger stellen die Masten auf, die Verwaltung setzt die Leuchtköpfe drauf - würde die Herstellung rund 3000 Euro kosten, hinzu kämen Betriebskosten von jährlich 380 Euro.

„Bis zum Winter werden wir keine Laternen haben“

So oder so müsse eine mögliche Ausweitung der Beleuchtung erst in den Fachausschuss, so Lohse. „Weil ja Kosten entstehen.“ Man müsse außerdem aufpassen, weil die Begehrlichkeiten groß seien. „Wir können Östrich nicht etwas gewähren, was zum Beispiel in Rhade oder Lembeck nicht gewährt wird.“

Es kann also noch dauern mit den neuen Laternen am Schulweg. „Ich fasse zusammen“, sagte Moderator Theodor Brockmann: „Bis zum Winter werden wir keine Laternen haben.“

Einen kleinen Fortschritt gibt‘s beim Thema Querungshilfe auf der Gahlener Straße in Höhe der Bäckerei Schult. Straßen.NRW habe keine grundsätzlichen Einwände geäußert, sagte Lohse. „Jetzt müssen aber erst Zahlen her.“ Sprich: Wird an dieser Stelle eine bestimmte Zahl an Straßenquerungen erreicht, steht einer neuen Querungshilfe nichts im Wege. Die Verkehrszählung soll noch im Laufe des Sommers erfolgen.

Info

Stadtteilfest auf Hof Eickelkamp

  • Das für den 31. August angedachte Stadtteilfest in Form eines Frühstücks auf der Streuobstwiese an der Kita Am Rehbaum findet nicht in der ursprünglich geplanten Form statt.
  • Grund sind die vielen Anträge und Genehmigungen, die im Vorfeld gestellt und eingeholt werden müssen.
  • Hildegard Eickelkamp-Rothe bot kurzerhand an, das Fest auf ihrem Hof an der Gahlener Straße 289 auszurichten.
  • Sie stellt die Fläche und sanitäre Anlagen zur Verfügung. Zum Frühstück bringt jeder mit, was er verzehren möchte. Los geht‘s am 31. August um 10 Uhr.
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