Angeklagter Kiosk-Räuber atmet nach Geständnis auf

mlzLandgericht Essen

Mit einer Spielzeugpistole überfiel er im Februar einen Kiosk in Barkenberg. Sein Geständnis bewahrte den 22-Jährigen jetzt am Landgericht vor einer schlimmeren Strafe.

Dorsten, Essen

, 09.07.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Angeklagte erhielt die maximale Strafe, die überhaupt zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Entsprechend atmete der junge Mann auf. Denn hätte er mit seinem Raubüberfall Erfolg gehabt und tatsächlich Geld eingesteckt, wäre die Strafe wahrscheinlich wesentlich höher ausgefallen als zwei Jahre und damit der Gang hinter Gitter unvermeidlich gewesen.

Seinen Raubversuch erklärte der 22-Jährige mit absoluter Geldnot. Seine Vermieterin hätte endlich Geld sehen wollen, da habe er keinen anderen Ausweg mehr gewusst. Auf dem Weg zu dem ihm bekannten Kiosk habe er zwar mehrmals kalte Füße bekommen. Letztendlich habe er seinen Plan dann aber doch in die Tat umgesetzt.

100 Sozialstunden müssen geleistet werden

Als Bewährungsauflage muss der Angeklagte in den kommenden Jahren eng mit einem Bewährungshelfer zusammenarbeiten. Dieser wird ihm auch dabei helfen, eine geeignete Stelle zu finden, wo der junge Mann die ebenfalls verhängte Arbeitsauflage ableisten kann. 100 Stunden muss der Dorstener ohne Bezahlung zum Wohl der Allgemeinheit arbeiten.

Die letzte Auflage betrifft schließlich die ehemalige Lebensgefährtin des jungen Mannes. Ihr darf sich der Angeklagte künftig nicht mehr nähern. Und auch die Kontaktaufnahme hat das Gericht verboten. Die Frau hatte, nachdem sie in der Zeitung von dem Überfall gelesen hatte, die Polizei alarmiert.

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