Aus dem alten Freibad wird eine Grünfläche

Politik beschließt Abriss der Anlagen

Wer noch ein allerletztes Fünkchen Hoffnung hatte, auf dem alten Freibad-Gelände könnten irgendwann wieder Schwimm-Freuden möglich sein, der muss jetzt ganz stark sein: Das Grundstück wird bald ein ordinäres Stück Grünfläche werden.

Dorsten

, 12.03.2015, 09:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einladend ist was anderes: Der frühere Eingang des ehemaligen Freibades.

Einladend ist was anderes: Der frühere Eingang des ehemaligen Freibades.

Die Mitglieder des Dorstener Bauausschusses beschlossen auf ihrer Sitzung am Dienstag, dass die Restgebäude und Zäune abgerissen werden, die alten Becken entfernt, die kontaminierten Erdhügel abgetragen und das Areal vom pflanzlichen Wildwuchs frei gemacht wird.

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War die Politik auf der jüngsten Sitzung der Hochbaukommission dem Verwaltungsvorschlag, die Fläche plan zu machen, noch kritisch begegnet (wir berichteten), so gab es im Bauausschuss kaum noch Zündstoff. Die Verwaltung konnte die Parteienvertreter vom schnellstmöglichen Rückbau des Geländes überzeugen. „Jetzt, wo die Pläne für Errichtung einer Montessori-Schule an dieser Stelle beerdigt sind, sind wir rechtlich in der Pflicht, dort tätig zu werden“, so Lohse.

Schuttberge gelagert

So seien auf dem Gelände seinerzeit von den damaligen Atlantis-Betreibern Schuttberge gelagert worden, die Altlasten enthalten. „Im Regionalplan ist hier ein Grünkorridor vorgesehen, das verhindert größere bauliche Nutzungen“, entgegnete er der Frage aus der Politik, ob man die Sache nicht aufschieben könne, bis die Fläche vermarktet ist. Weil sich zudem immer wieder Vertreter „gewisser Szenen“ unbefugt Einlass verschaffen und sich auf dem Gelände herumtreiben, sahen auch die Parteien Handlungsbedarf.

Rund 180.000 Euro stehen für den Rückbau im Etat zur Verfügung. „Wenn wir während der Bauarbeiten aber merken, dass das nicht ausreicht, können wir nicht auf die Finanzlage achten“, so Lohse: „Dann ziehen wir das natürlich durch.“

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