Ausstellung: Alles echte Handarbeit

In der Volksbank-Hauptstelle

Es ist alles echte Handarbeit, was an den (Stell-) Wänden in der Volksbank-Hauptstelle hängt - und das im doppelten Sinne des Wortes. Denn alles ist von den Jugendlichen selbst handgemacht. Und alles dreht sich um das Thema "Hand".

Dorsten

, 13.04.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lehrerin Sabine Geilmann und Schülerin Sophie Kahl, die das Plakatmotiv zur Ausstellung erschaffen hat.

Lehrerin Sabine Geilmann und Schülerin Sophie Kahl, die das Plakatmotiv zur Ausstellung erschaffen hat.

"Handmade" heißt denn auch die Ausstellung, die seit gestern im Erdgeschoss des Bankinstituts am Südwall der Öffentlichkeit präsentiert wird. Gestaltet wurde sie von Schülerinnen und Schülern der Dorstener St.-Ursula-Realschule. Von Acht- und Zehntklässlern, die einen handfesten schulischen Schwerpunkt gewählt haben. Nicht etwa Handarbeit, sondern Kunst. Rund 100 Werke sind zu sehen. "Das Ergebnis monatelanger konzentrierter Arbeit", erklärte Kunstlehrerein Sabine Geilmann bei der Ausstellungseröffnung. "Die Hände sind das wichtigste Werkzeug für den Menschen", begründete sie, warum sich die Schüler gerade mit diesem Motiv beschäftigt haben: "Sie ermöglichen uns das Begreifen unserer Welt."

Und sie sind auch ziemlich wichtig für das Erschaffen von Kunst, die sich schon von alters her auch mit Händen auseinandergesetzt hat. So lernten die Realschüler im Unterricht nicht nur Dürers "Betende Hände" und Michelangelos "Die Erschaffung des Adams" kennen, sondern ergänzten diese Vorlagen sogar mit eigenen Ideen. Und eine Schülerin bannte sogar moderne Technik mit aufs Zeichenpapier: ein Handy. Passt ja auch.

Sehr detailreich

Immer wieder andere Handdarstellungen begegnen dem Betrachter der Ausstellung: Als Pinselzeichnungen, als Aquarelle oder auf Chinopapier, es gibt auch "Griffel", die mit dem Griffel gezeichnet worden sind. Teils sind die Bilder sehr abstrakt und spielerisch und lösen sich künstlerisch von den realen menschlichen Greifwerkzeugen. Teils sind sie aber auch sehr originalgetreu, genau und detailreich nach Handbüchern, Fotografien oder Handmodellen auf Papier gebannt worden. "Da wurde von den Schülern sehr genaues Beobachten verlangt", erklärte Sabine Geilmann, die sich bei der Volksbank dafür bedankte, dass sie ihre Räume bis Mai zur Verfügung gestellt hat.

Riesige Werbeplakate

Aber nicht nur das. Nicht nur mit Handzetteln, sondern darüber hinaus mit sieben riesigen Werbeplakaten im Stadtgebiet macht die Volksbank auf die Hand-Werke der Schüler aufmerksam. Besonders stolz ist deswegen natürlich Zehntklässlerin Sophie Kahl (16), die das Plakatmotiv mit der einen Bleistift führenden Hand erschaffen hat. "Es ist schon toll, das so groß an den Straßen und Plakatwänden zu sehen, was man selbst gezeichnet hat", erzählt sie. "Das hätte ich nie und nimmer erwartet, als wir das Kunstprojekt begonnen haben."Michael Klein

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