AWO erwartet Loyalität

WULFEN "Das war kein idealer Beginn der Zusammenarbeit." Uwe Hildebrandt, Kreisgeschäftsführer der AWO Recklinghausen, zeigte sich am Montag schwer verärgert darüber, dass Kabarettist Jürgen Becker die Personalie Andrea Kortemeyer auf der Bühne zum Thema machte.

von Von Michael Klein

, 14.01.2008, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
AWO-Kreisgeschäftsführer Uwe Hildebrandt ist verärgert.

AWO-Kreisgeschäftsführer Uwe Hildebrandt ist verärgert.

Dabei richtet sich sein Unmut nicht gegen Jürgen Becker selbst: "Ganz im Gegenteil: Der ist Satiriker, das ist sein Job." Peinlich findet Uwe Hildebrandt nach eigenen Worten vielmehr, dass die Sache offensichtlich lanciert worden sei. "Und das sicher nicht von Seiten der AWO", so der Geschäftsführer ironisch.

Jürgen Becker hatte während seiner Aufführung anlässlich des wiedereröffneten Gemeinschaftshauses seiner Freude darüber Ausdruck verliehen, dass die AWO das Haus übernommen habe. Gleichzeitig kritisierte er, dass Andrea Kortemeyer, die in Diensten der Stadt beim GHW mehr als 20 Jahre in verantwortlicher Position tätig war, nicht mit übernommen wurde.

Gestellungsvertrag

"Das stimmt ja so nicht", sagt Uwe Hildebrandt. Mit Andrea Kortemeyer und der Stadt Dorsten sei ein Personalgestellungsvertrag unterzeichnet worden. Heißt: Andrea Kortemeyer wird von der AWO bezahlt, kann aber, sollte die Zusammenarbeit von einer der beiden Seiten beendet werden, jederzeit problemlos wieder zur Stadtverwaltung zurückkehren.

"Wir würden es begrüßen, wenn es mit Frau Kortemeyer funktionieren würde. Dank ihrer Erfahrung kann sie die neue Leiterin Dorothe Dorsz in ihrer Arbeit unterstützen", so der aus Dorsten stammende Uwe Hildebrandt. Der AWO-Kreisgeschäftsführer weiter: "Ich erwarte aber die nötige Loyalität. Wenn Andrea Kortemeyer damit Probleme hat, macht eine längerfristige Zusammenarbeit keinen Sinn. Dann muss man rechtzeitig die Reißleine ziehen."

Gespräch mit der Stadt

Uwe Hildebrandt kündigte an, deswegen mit der Stadtspitze ein Gespräch zu suchen. "Im GHW werden sich große Veränderungen vollziehen", so der AWO-Mann. "Dabei brauchen wir Leute, die die neue Schlagzahl mitgehen." Im Mittelpunkt steht ganz allein das Haus. "Da ist es völlig unnötig, dass die Bürger in Wulfen mit solchen internen Dingen konfrontiert werden."

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