Im Kurvenverlauf der Bismarckstraße/Luisenstraße/Möllenweg wird der neue Kreisverkehr eingerichtet. © Bludau (A)
Verkehrsplanung

Bäume mussten aus dem Weg: Zehnter Kreisverkehr kündigt sich an

Hervest ist das Dorstener Drehkreuz. Nirgendwo sonst in Dorsten kreiseln Fahrzeuge durch so viele Kreisverkehre wie in diesem Stadtteil. Jetzt kündigt sich der nächste an.

Ein Leser der Dorstener Zeitung hatte den richtigen Riecher, als in seiner unmittelbaren Nachbarschaft Bäume gefällt wurden: „Hängt das mit dem geplanten Kreisverkehr Luisenstraße/Bismarkstraße/Möllenweg zusammen?“ Die Vermutung unseres Lesers bestätigte sich nach Anfrage bei der Stadtverwaltung.

Demnach hat die Stadt Dorsten in diesem Hervester Kreuzungsbereich kürzlich sechs Bäume fällen lassen, um den Weg für ein größeres Bauprojekt freizumachen: den zehnten Hervester Kreisverkehr, der für einen reibungslosen Verkehrsfluss am Knotenpunkt sorgen soll.

Während unser Leser diesen Kreisverkehr für überflüssig hält, sind die Beschlüsse, die dafür sprechen, längst durch alle Bürgerbeteiligungen und Ratsgremien durch. Schon 2006 wurde die Neugestaltung der Kreuzung im Marienviertel mit der Sanierung der Hammbach-Brücke beschlossen. Der Kreisverkehr wurde vor 15 Jahren in die Kreisverkehrsplanung aufgenommen. Trotz der Planung von langer Hand waren die Bürger nur schwer von der Relevanz zu überzeugen.

Der neue Kreisverkehr kostet eine Million Euro – voraussichtlich

Auf der Prioritätenliste 2021 der Bauverwaltung nimmt der Kreisverkehr Möllenweg/Bismarck- und Luisenstraße nun eine vorrangige Platzierung ein.

Eine Million Euro wird der neue Kreisverkehr voraussichtlich kosten. Die Anlieger werden zwar für die Erneuerung der Luisenstraße an den Kosten beteiligt. Die Sanierung der Hammbachbrücke sowie den Kreisverkehr und seine Anschlüsse in die Bismarckstraße und den Möllenweg werden dagegen aus Fördermitteln und Eigenanteilen der Stadt finanziert.

Den Auftakt zu den Bauarbeiten hat die Stadt nun veranlasst, indem die sechs Bäume am Verkehrsknotenpunkt gefällt wurden. Dazu sagt Stadtsprecher Christoph Winkel: „Die Fällungen mussten jetzt erfolgen, da ab März die Schonzeit gilt – also unabhängig vom tatsächlichen Baustart. Alle Bäume werden durch Neuanpflanzungen ersetzt.“

Baustart könnte in der zweiten Jahreshälfte erfolgen

Der tatsächliche Baustart für den Kreisverkehr wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. „Einen Zeitpunkt für den Start und einen Zeitplan gibt es allerdings noch nicht, da noch einige Fragen zu klären und Abstimmungen erforderlich sind – unter anderem mit Versorgern, die die Gelegenheit nutzen werden, vorab an ihren Leitungen zu arbeiten, sowie mit Verkehrsbetrieben, da zeitweise einige Buslinien verlegt werden müssen“, sagt Christoph Winkel.

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Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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