Bagger angerollt: Das nächste Dorf bekommt schnelles Internet

mlzGlasfaserausbau

Jetzt geht’s mit den Bauarbeiten los: In Altendorf werden die vertragswilligen Bürger ans Glasfasernetz angeschlossen. Und auch in Außenbereichen des Dorfes wird es schnelles Internet geben.

Dorsten, Altendorf-Ulfkotte

, 06.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Baulager ist am Sportplatz eingerichtet worden. In dieser Woche wurden die ersten nötigen Materialien geliefert. Und am Montag (10. August) sollen die Bauarbeiter und ihre Bagger loslegen. Die Anwohner in Altendorf-Ulfkotte wird es freuen: Der Glasfaserausbau hat begonnen.

Der Verein „Altendorf-Ulfkotte trifft sich“ wird das Projekt mit der „Muenet GmbH“ sowie mit Unterstützung der Stadt Dorsten und der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Windor umsetzen.

400 Verträge im Innenbereich

Um die 400 Haushalte im „Innenbereich“ des Dorfes sind inzwischen Vertragspartner der „Muenet“, sie werden „bis spätestens Ende des ersten Quartals 2021 einen Glasfaseranschluss erhalten“, sagt Muenet-Geschäftsführer Patrick Nettels: „Wer im Dorfkern noch kurzfristig unterschreiben will, muss dies in den nächsten Tagen tun.“

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Im Januar hatte es die erste Info-Veranstaltung in Altendorf-Ulfkotte gegeben, bei der Patrick Nettels angekündigt hatte, mit den Prüfungen und Planungen des Vorhabens zu beginnen, sobald 300 potenzielle Kunden einen Vertrag unterzeichnet haben. Diese Zahl war innerhalb eines Monats erreicht.

Schnell und unkompliziert

„Auch das Projekt Glasfaserausbau zeigt, dass wir in Altendorf-Ulfkotte zusammen schnell und unkompliziert etwas auf die Beine stellen können“, sagt Steffen Schirmacher-Rohleder vom Verein „Altendorf-Ulfkotte trifft sich“.

Vor dem Baustart: Dominik Niestegge (Tiefbaufirma R&R Heming), Patrick Nettels (Geschäftsführer Muenet GmbH), Bürgermeister Tobias Stockhoff, Marcel Thiehoff (Muenet GmbH), Steffen Schirmacher-Rohleder und Klaus Kremerskothen (beide Altendorf-Ulfkotte trifft sich e.V.)

Vor dem Baustart: Dominik Niestegge (Tiefbaufirma R&R Heming), Patrick Nettels (Geschäftsführer Muenet GmbH), Bürgermeister Tobias Stockhoff, Marcel Thiehoff (Muenet GmbH), Steffen Schirmacher-Rohleder und Klaus Kremerskothen (beide Altendorf-Ulfkotte trifft sich e.V.) © Stadt Dorsten

Wie Dominik Niestegge von der beauftragten Tiefbaufirma R&R Heming auf unsere Anfrage erklärte, werden sich die Bauarbeiten in den nächsten Wochen und Monaten vom Ehrenmal entlang des Erdbachs und dann abzweigend in den Dorfkern ziehen.

Tiefbau ist aufwendiger

Auch für die Gebiete außerhalb des Dorfkerns wird es eine Lösung geben. Hier werden allerdings höhere einmalige Kosten für den Anschluss entstehen, da aufwendigere Tiefbauarbeiten notwendig sind. Der Verein „Altendorf trifft sich“ bereitet gerade dieses Projekt vor.

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Diese Nachfrage wurde gebündelt und separat vorangetrieben. „Mehr als 70 Interessierte beteiligen sich“, so Steffen Schirmacher-Rohleder. Der Verein habe eine Trasse festgelegt, quasi vom Dorf über Polsumer Weg nach Tösnholt. „Damit haben wir fast ganz Altendorf-Ulfkotte berücksichtigt.“

Derzeit laufen die nötigen Vertragsgespräche mit den Landwirten, über deren Grundstücke die Leitungen gelegt werden. Auch hier gilt: Bis Frühjahr 2021 sollen die Anlieger schnelles Internet haben.

Vectoring über alte Kabel

Erst vor fünf Jahren hatte „Muenet“ eine Vectoring-Infrastruktur aufgebaut. Dabei werden mit aufwendiger Technik schnelle Daten über uralte Telefonkabel übertragen. „Damals war noch nicht absehbar, dass es irgendwann die Möglichkeit gibt, das Dorf mit Glasfaser auszustatten“, heißt es.

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