Baustellen-Umleitung: „Entsetzen und Unverständnis“ bei Anwohnern

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Die Klosterstraße wird über ein Jahr lang zur Baustelle. Eine Umleitungsstrecke führt durch ein Wohngebiet. Die Anwohner fürchten, dass Schulkinder und Radfahrer gefährdet werden.

Dorsten

, 15.10.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit „Entsetzen und Unverständnis“ haben Anlieger der Droste-Hülshoff-Straße im Dorstener Stadtteil Hardt auf die Umleitungsstrecke reagiert, die die Stadt im Zuge der ab Montag (19.10) für ein Jahr geplanten Sperrung der Klosterstraße einrichten will. Dass während der Umbauarbeiten der Durchgangsverkehr stadtauswärts auch durch ihr Wohngebiet führen wird, erfüllt die Anwohner mit Sorge. Sie haben inzwischen eine Unterschriftenaktion gestartet.

Ein Anlieger hat stellvertretend für die Nachbarschaft ein Schreiben an die Stadt verfasst. „Bedingt durch parkende Autos der Anwohner auf der Straße ist dort bereits heute kein flüssiger Verkehr möglich“, heißt es darin.

„Unfälle vorprogrammiert“

„Desweiteren gibt es heute schon an den Kreuzungen Hafenstraße/Droste-Hülshoff-Straße und Droste-Hülshoff-Straße/Storchsbaumstraße regelmäßig Rückstau.“ An der Ecke zum Kindergarten sei die Situation „schlecht einsehbar und gefährlich“, diese Gefahr würde durch die Umleitung potenziert. Vor allem mit Radfahrern und Schulkindern, die hier in Richtung Stadt fahren, seien Unfälle vorprogrammiert.

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Die Anwohner fordern in ihrem Schreiben eine Umleitungsstrecke über die Gahlener Straße. Sie wollen wissen, ob vorab Verkehrszählungen und -Simulationen durchgeführt worden seien. „Ein Test sollte bis zum Baubeginn möglich sein.“

Stadt will an Umleitung festhalten

Auf Anfrage unserer Redaktion erläutert die Stadt, dass sie an der geplanten Umleitung festhalten werde: „Eine Umleitung über die Gahlener Straße ist nicht möglich, da der Knotenpunkt Hafenstraße/Gahlener Straße nicht leistungsfähig genug ist. Dort würde ein langer Rückstau entstehen, welcher durch die vorhandene Ampelanlage nicht bewältigt werden kann.“ Ein von den Anwohnern vorgeschlagener Verzicht auf die Umleitungs-Beschilderung sei nicht möglich.

Die Anwohner befürchten, dass es insbesondere an der Umleitungstrecke Droste-Hülshoff-Straße/Storchsbaumstraße zu gefährlichen Situationen kommt.

Die Anwohner befürchten, dass es insbesondere an der Umleitungstrecke Droste-Hülshoff-Straße/Storchsbaumstraße zu gefährlichen Situationen kommt. © Michael Klein

Berücksichtigt worden sei bei der Entscheidung, dass im Frühjahr/Sommer 2021 eine Baustelle auf der A31 zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen auf der Gahlener Straße führen wird. „Es sollte daher vermieden werden, zusätzliche Verkehre auf die Gahlener Straße zu leiten.“

Hinweis an Mercaden

„Durch eine Vorwegweisung bereits auf der B224 in Höhe Mercaden wird auf die Sperrung der Klosterstraße hingewiesen. Dadurch werden voraussichtlich Ostwall und Gahlener Straße verstärkt genutzt“, so die Stadt.

Die Stadtverwaltung sei jedoch bereit, den stadtauswärts fahrenden LKW-Verkehr am Kreisverkehr Hafenstraße über die Gahlener Straße umzuleiten. Busverkehr sei von der Maßnahme nicht betroffen.

Anwohner wollen abwarten

Die Anwohner wollen nun abwarten, wie sich die Situation nach Ende der Herbstferien in der Praxis zeigt „und dann, falls nötig, Lösungen zur Nachbesserung suchen“.

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