Beckfeld und Neuer-Opa begeistern Zuhörer

Lesung im Baumhaus

Woher Nationaltorhüter und Weltmeister Manuel Neuer seine starken Nerven hat? Vermutlich von seinem Opa. Das und noch viel mehr erfuhren die Dorstener, die am Montagabend die Lesung von Hermann Beckfeld im Baumhaus besucht haben. An seiner Seite: Neuer-Großvater und Überraschungsgast Wilhelm Leitheiser.

DORSTEN

, 23.09.2014, 21:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wilhelm Leitheiser im Gespräch mit Hemann Beckfeld: Der rüstige Großvater von Manuel Neuer begeisterte das Publikum mit seiner unterhaltsamen Plauderei.

Wilhelm Leitheiser im Gespräch mit Hemann Beckfeld: Der rüstige Großvater von Manuel Neuer begeisterte das Publikum mit seiner unterhaltsamen Plauderei.

Erst wenige Tage zuvor hatte Wilhelm Leitheiser den Chefredakteur dieses Portals angerufen, um sich für den Brief über seinen Enkel zu bedanken, den Beckfeld für die vorletzte Wochenendbeilage geschrieben hatte. "Da habe ich ihn gefragt, ob er Lust habe, mich zur Lesung nach Dorsten zu begleiten", freute sich Hermann Beckfeld über die spontane Zusage des Seniors, den er persönlich aus Haltern abholte. Ein Glücksgriff, wie sich in der ersten Sekunde herausstelle: Mit seiner offenen und schelmischen Art sowie den humorvollen Plaudereien über "unseren Manuel" eroberte er im Nu die Herzen der Zuhörer und demonstrierte zweifelsfrei, dass er genauso cool ist wie sein berühmter Enkelsohn.

Nicht nur Wilhelm Leitheiser, auch Armin Müller Stahl und Rudi Assauer, Howard Carpendale und Altkanzler Helmut Schmidt ("Darauf bin ich besonders stolz") meldeten sich bei Hermann Beckfeld, der seit 2012 jeden Samstag einen Brief an Prominente aus Show, Politik und Sport, aber auch an weniger bekannte Persönlichkeiten, die Großartiges geleistet haben, in der gedruckten Wochenendbeilage dieses Portals veröffentlicht. Neben kleinen Kostproben aus seinem Buch, in dem insgesamt 63 Briefe abgedruckt sind, stillte Beckfeld auch den Wissensdurst der Zuhörer nach den Geschichten hinter der Geschichte: "Kennen Sie eigentlich all die Leute? Schicken Sie denen nachher auch die Briefe zu? Und müssen Sie sich die Texte von ihnen autorisieren lassen?" Die Antworten des Autors: "Zu 80 Prozent", "Ja, wenn ich die Adresse habe" und "Definitiv nein!"

Mit kleinen Stücken auf seiner Trompete lockerte Benedikt Meuers den Abend musikalisch auf. Die Schalke-Hymne "Blau und Weiß" ließ kein Stimmband im Saal unbewegt. Schließlich schlug mit einer knappen Information über Manuel Neuers Stiftung "Kids Foundation" deren Geschäftsführer Hendrik Schulze-Oechtering aus Dorsten wieder den Bogen zu Schalkes Ex-Torwart, der jetzt in Bayern spielt: "Ich bin stolz, dass er trotz seines Erfolges so geblieben ist, wie er immer war", versicherte Opa Willy Leitheiser zum Abschied.

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