Beginn der Bauarbeiten lässt auf sich warten

An der Bismarckstraße

Die Presslufthämmer müssten seit Montag (11.4.) wummern, der Hervester Verkehr sich seinen Schleichweg durchs Marienviertel bahnen. Doch nichts rührt sich an der Unterführung Bismarckstraße.

Hervest

, 11.04.2016, 17:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mühselig quält sich der Verkehr über die Bismarckstraße in Richtung Wulfen und umgekehrt. An der Unterführung Bismarckstraße ist ein höheres Tempo nicht möglich, weil die Straße im miserablen Zustand ist und unter Wasser steht.

Mühselig quält sich der Verkehr über die Bismarckstraße in Richtung Wulfen und umgekehrt. An der Unterführung Bismarckstraße ist ein höheres Tempo nicht möglich, weil die Straße im miserablen Zustand ist und unter Wasser steht.

Brückenabriss und Anhebung der Straße lassen weiter auf sich warten. Obwohl am Montag laut Ausschreibung des Kreises Recklinghausen die auf anderthalb Jahre angesetzten Bauarbeiten hätten beginnen müssen. Kreispressesprecher Jochem Manz bleibt trotz des vermeintlichen Termindrucks ausgesprochen gelassen: "Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung kann es zu Verspätungen kommen. Allerdings haben wir den Auftrag jetzt an eine Firma vergeben können. Mit ihr sprechen wir zurzeit noch die Details ab."

Und die haben es, wie ein Blick in die Ausschreibung zeigt, in sich: 41800 Kubikmeter Boden werden eingebaut, um die Straße um 4,30 Meter anzuheben, so hoch ist zurzeit die Brückendurchfahrt. Die Eisenbahnbrücke selbst wird abgerissen. Zurzeit pflügen die Fahrzeuge durch tiefe Wasserpfützen, die durch Bergsenkungen und einen Anstieg des Grundwassers entstanden sind.

Bürgerversammlung

Jochem Manz bezeichnet das Dorstener Straßenbauprojekt als eines der größeren Vorhaben, die der Kreis zu schultern habe. "In den kommenden zwei Wochen, also bis Ende April, werden wir die Details mit der bauausführenden Firma abgestimmt haben. Und dann findet auch noch die versprochene Bürgerversammlung für die Menschen in Hervest statt", sagte der Kreispressesprecher gestern auf Anfrage.

Zuvor aber wolle der Kreis mit der Stadt Dorsten und der Polizei das Verkehrslenkungskonzept abstimmen. Denn auf die Bewohner des Hervester Marienviertels rollen mit den umfangreichen Bauarbeiten an der Unterführung erhebliche Verkehrsprobleme zu.

Ein großer Teil der Fahrzeuge, die das Marienviertel ansteuern möchten, wird über die Borkener Straße durch die Marienstraße zum Ziel geführt. Aus dem Viertel geht es dann über eine Linksabbiegerampel in Richtung Innenstadt weiter. Das hat die Stadt bei einer Bürgerversammlung Anfang des Jahres bekannt gegeben. Die Bewohner warten seitdem auf nähere Einzelheiten, die der Kreis ihnen bislang vorenthalten hat.

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