Bei Kemna sprießt der Spargel

Früher Saisonbeginn

Ein älterer Mann betritt den Hofladen des Spargelhofes Kemna. Im Supermarkt um die Ecke hat er gesehen, dass schon der erste Spargel verkauft wird. Aber die edlen Stangen kommen ihm nur vom Bauer seines Vertrauens auf den Teller, erzählt er: „Der Spargel wird von meiner Frau zubereitet. Und er ist immer lecker.“

DORSTEN

von Von Iris Schmellenkamp

, 04.04.2011, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Spargelhof sprießen die Spargelstangen.

Auf dem Spargelhof sprießen die Spargelstangen.

Inzwischen ist der Spargel das erste Standbein der Kemnas. Im Sommer bieten sie zusätzlich Erd- und Himbeeren an. Die traditionelle Landwirtschaft läuft nebenher. In diesem Jahr ging die Spargelsaison wegen des knackig kalten Winters und den sonnigen Tagen im März besonders früh los. Schon am Wochenende haben Josef und Barbara Kemna die ersten Stangen gestochen. „So früh haben wir noch nie angefangen“, sagt der 45 Jahre alte Herr des Hauses. „Wir sind etwas überrascht worden“, pflichtet ihm seine 44-jährige Frau bei. Ganz spontan musste das Ehepaar umplanen und eine kleine Mannschaft Erntehelfer zusammenstellen.

Noch bis zum Johannestag am 24. Juni wollen Barbara und Josef Kemna die essbaren Spargeltriebe stechen, danach müssen sich die Pflanzen erholen. Um die Erntephase auszudehnen, setzen sie auf eine Mischung aus frühen und späten Sorten. Ein weiterer Trick ist die an die Witterungsverhältnisse angepasste Abdeckung aus schwarzen und weißen Planen. Ansonsten kann Josef Kemna nur noch auf sein Wunschwetter hoffen: 15 bis 20 Grad und nachts ein wenig Regen. „Darüber würden wir gerne einen Vertrag mit Petrus machen.“ 

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