Beide Bomben in Hervest entschärft

Abtransport läuft

In unmittelbarer Nähe der am Mittwoch gefundenen "Teildetonnierbombe" war eine weitere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Betroffen von der Räumung war auch das Tierheim. Das Gebiet rund um die beiden Fundstellen musste evakuiert werden. Am Nachmittag konnten beide Bomben ohne Probleme entschärft werden.

Hervest

, 14.08.2014, 10:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Feuerwerker Uwe Pawlowski (r.) entschärfte beide Bomben am Ellerbruch. Auf dem Bild: eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe. Gleichzeitig war es der letzte Arbeitstag von Manfred Hadlok (l.), Firma Schollenberg, die sämtliche Vorbereitungen bei den Entschärfungen durchgeführt hat.

Feuerwerker Uwe Pawlowski (r.) entschärfte beide Bomben am Ellerbruch. Auf dem Bild: eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe. Gleichzeitig war es der letzte Arbeitstag von Manfred Hadlok (l.), Firma Schollenberg, die sämtliche Vorbereitungen bei den Entschärfungen durchgeführt hat.

  • In Hervest-Dorsten sind zwei Bomben gefunden worden. 
  • Die Evakuierung findet ab 12 Uhr statt, im Tierheim werden die Tiere bereits abtransportiert. 
  • Die Evakuierung ist seit 13.30 Uhr abgeschlossen.
  • Die erste und zweite Bombe wurden entschärft.
  • Diese Gebiete waren betroffen:

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Auch die zweite Bombe konnte ohne größere Probleme entschärft werden und wird nun bereits abtransportiert. Hiermit beenden wir unseren Live-Ticker.

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Bombenentschärfung Hervest

In Hervest wurden am Donnerstag (14.8.) gleich zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.
14.08.2014
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Feuerwerker Uwe Pawlowski (r.) entschärfte beide Bomben am Ellerbruch. Auf dem Bild: eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe. Gleichzeitig war es der letzte Arbeitstag von Manfred Hadlok (l.), Firma Schollenberg, die sämtliche Vorbereitungen bei den Entschärfungen durchgeführt hat.© Foto: Rüdiger Eggert
Bis auf die vier Pfauen wurden alle Tiere aus dem Tierheim in Sicherheit gebracht.© Foto: Rüdiger Eggert
Bis auf die vier Pfauen wurden alle Tiere aus dem Tierheim in Sicherheit gebracht.© Foto: Rüdiger Eggert
Weiträumig wurde der Fundort der beiden Bomben abgesperrt.© Foto: Rüdiger Eggert
Bis auf die vier Pfauen wurden alle Tiere aus dem Tierheim in Sicherheit gebracht.© Foto: Rüdiger Eggert
Bis auf die vier Pfauen wurden alle Tiere aus dem Tierheim in Sicherheit gebracht.© Foto: Rüdiger Eggert
Bis auf die vier Pfauen wurden alle Tiere aus dem Tierheim in Sicherheit gebracht.© Foto: Rüdiger Eggert
Bis auf die vier Pfauen wurden alle Tiere aus dem Tierheim in Sicherheit gebracht.© Foto: Rüdiger Eggert
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Die erste Bombe am Tierheim wurde problemlos entschärft. Jetzt muss sie noch ausgegraben und wegtransportiert werden. Bleibt noch die zweite Bombe an der Ellerbruchstraße.

 Nach Angaben der Stadt ist die Evakuierung abgeschlossen. Mit der Entschärfung sei begonnen worden, heißt es.

Nur sechs Hervester sind in der Turnhalle der ehemaligen Josefschule aufgeschlagen, der Shuttlebus wurde gar nicht eingesetzt.

Die Evakuierung ist fast abgeschlossen, heißt es aus der Pressestelle der Stadt.

Klaus Chucher, betroffener Anwohner, rief unsere Redaktion gerade an und kritisierte die späte Information der Betroffenen. "Für alle, die keine Zeitung lesen und auch kein Radio hören, kam die Information, dass sie raus müssen sehr spät", sagte er. Erst um 11.15 Uhr habe das Ordnungsamt die Info-Flyer verteilt. Früher sei das vor allem vom personellen Aufwand her nicht möglich gewesen, erklärte dazu Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn. 

Laut Auskunft der Stadt wohnen mehr Hervester als zunächst abgenommen in der Evakuierungszone - rund 420.

Der Bus wartet an der Ecke Venn-/Glück-Auf-Straße auf Bewohner aus der Evakuierungszone, die zur Turnhalle der ehemaligen Josefschule an der Halterner Straße gefahren werden - aber nur, wenn sie keine andere Unterkunftsmöglichkeit haben. Um spätestens 14 Uhr soll der Bus starten.

Zwischen 14 Uhr und der Entwarnung nach der Entschärfung beider Bomben wird die Linie 274 umgeleitet. Die Haltestellen an der Vennstraße und Josefstraße werden nicht angefahren, der Bus nimmt einen Umweg über Nebenstraßen. Das teilte soeben die Stadt Dorsten mit.

Die Dorstener Mitarbeiter des Tierheims bekommen Evakuierungsunterstützung vom Bocholter Tierheim. Landwirt Hans-Josef May stellt seinen Tiertransporter zur Verfügung, um unter anderem Ziegenbock "Rambo", mehrere Kamerun-Schafe und Hängebauchschwein "Porky" zum Feuerwehrhaus nach Dorf-Hervest zu bringen.

Rund 15 Mitarbeiter des Tierheims sind zurzeit dabei, alle rund 120 Tiere zum Feuerwehrgerätehaus Dorf-Hervest zu bringen. Die kleinen Tiere werden per Pkw transportiert, die größeren Tiere, wie Ziegen oder das Hängebauchschwein etwa, per großem Transporter. Die fünf Zentnerbombe hat zwei Zünder und war seinerzeit im Lippeschlamm - heute unmittelbar am Rande des Sportplatzes - steckengeblieben. Auch diese Bombe wird am heutigen Donnerstag entschärft, die Arbeiten sollen im Anschluss an die Entschärfung der zuerst an der Ellerbruchstraße gefundenen Bombenfragmente erfolgen.   Im Evakuierungsgebiet werden Mitarbeiter der Dorstener Verwaltung die Bürger informieren, Handzettel sind dazu vorbereitet und werden in den Haushalten verteilt. Zur Unterstützung ist auch ein türkischsprachiger Mitarbeiter im Einsatz.

Ab 12 Uhr wird evakuiert, Shuttle-Busse stehen zur Verfügung. Die Turnhalle der ehemaligen Josefschule an der Halterner Straße steht als Aufenthaltsraum zur Verfügung. Der Fund der zweiten Bombe macht es nicht notwendig, im Bereich der Wohnbebauung das Evakuierungsgebiet zu vergrößern, jedoch müssen jetzt die Tiere im Tierheim Dorsten evakuiert werden.  

Menschen, die nicht selbst den Aufenthaltsraum aufsuchen können und keine andere Transportmöglichkeit haben, sollten sich an die Feuerwehr Dorsten, Tel. 66 3218 und 66 3219 wenden.  

Ab 13.30 Uhr bis zur Entwarnung über Radio Vest und Lautsprecher ist es nach Angaben der Stadt untersagt, sich innerhalb des gesperrten Gebietes um die Fundstellen herum, aufzuhalten. Bewohner sollten ihre Häuser gut verschließen, die Polizei hält den Bereich im Auge.  

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