Das Modehaus Mensing in Dorsten bekommt im nächsten Jahr einen neuen Namen. © Robert Wojtasik
Einzelhandel

Bekannte Modekette übernimmt alle Mensing-Häuser

Das Modehaus Mensing in Dorsten wird fortgeführt, allerdings unter neuem Namen. Eine bekannte Modekette übernimmt sämtliche Häuser des Bottroper Unternehmens.

Der Name „Mensing“ in Dorsten ist bald Geschichte. Kurz vor Weihnachten ist die Übernahme des insolventen Unternehmens aus Bottrop unter Dach und Fach gebracht worden. Das berichtete am Montag (28. Dezember) zunächst der Branchendienst Textilwirtschaft.de. Insolvenzverwalter White & Case Partner aus Dortmund hat dies inzwischen bestätigt.

Demnach übernimmt die Hagener Modekette Sinn zum 1. Januar alle sieben Mensing-Häuser in Bottrop und Dorsten, Kleve, Wesel, Detmold, Lingen und Rheine. Lediglich der problematische Standort in Velbert ist außen vor geblieben. Alle Filial-Mitarbeiter sollen übernommen werden. „Die Fortbeschäftigung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der lokalen Mensing-Vertriebsgesellschaften ist damit gesichert“, heißt es in einer Presseerklärung vom Montag.

Mensing heißt künftig „das macht Sinn“

Der Name „Mensing“ wird allerdings aus Dorsten verschwinden. Alle Modehäuser firmieren ab dem kommenden Jahr unter „das macht Sinn“, hieß es. Die Holding von Mensing wird offenbar nicht übernommen, hier fallen dem Vernehmen nach knapp 30 Stellen weg.

Die Hagener Kette Sinn war selber in diesem Jahr in Folge der Coronakrise ins

Schutzschirmverfahren des Insolvenzrechtes gerutscht. Das Verfahren ist inzwischen beendet.

Die Mensing-Unternehmensgruppe hatte Ende November das reguläre Insolvenzverfahren anmelden müssen, nachdem sie bereits im Frühjahr in eine „Insolvenz in Eigenverwaltung“ gerutscht war. Probleme hatte vor allem der neue Standort in Velbert gemacht, der im April geschlossen worden war. Die Coronakrise hatte die Probleme später verschärft.

Das Dorstener Mensing-Haus in der Lippestraße galt immer als „Flaggschiff“. Vonseiten des Unternehmens gab es am Montag zunächst keine Auskünfte.

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Stefan Diebäcker

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