Benachteiligung von Migrantenkindern schon in der Schule bemerkbar

DORSTEN Wie benachteiligt Migranten in Dorsten sind, zeigen die Zahlen des Integrationskonzeptes insbesondere in den Bereichen Bildung, Arbeit und Soziales.

von Von Michael Klein

, 04.03.2009, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

  •   Bei 75 Prozent aller „andersprachigen“ Kinder wurde bei der Schuleingangsuntersuchung die Notwendigkeit der Sprachförderung festgestellt.
  •   Mehr als ein Fünftel (20,9 %) aller nichtdeutschen Schüler an weiterführenden Schulen besuchen die Hauptschule, die Zahl ist doppelt so hoch wie bei deutschen Schülern. Weitere 15,7 Prozent (deutsche Schüler 6,4 Prozent ) besuchen eine Förderschule.
  •   Lediglich 5,1 Prozent aller nichtdeutschen Schüler gegen aufs Gymnasium (33 von 651).
  •   Nur 11 Prozent aller nichtdeutschen Schulabsolventen erlangen die (Fach-)Hochschulreife, bei den deutschen Schülern beträgt der Anteil 29,7 Prozent.
  •   Nur 24 Prozent der 15- bis 64-jährigen Nichtdeutschen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, bei den Deutschen beträgt der Anteil 46 Prozent.
  •   Die Ausbildungsquote bei den 15 bis 17-Jährigen Nichtdeutschen beträgt erschreckende 1,2 Prozent (2 von 160).
  •   Die Arbeitslosenquote unter den Migranten ist mit 21,5 Prozent doppelt so hoch wie bei Deutschen.
  •   Die Empfängerdichte von Sozialgeld oder Hartz IV liegt bei Migranten mit 32 Prozent dreimal so hoch wie bei Deutschen, bei den Kindern unter 15 Jahren liegt der Prozentsatz mit 11,4 Prozent doppelt so hoch wie bei den deutschen Kindern.
  •   Nichtdeutsche machen bei den Rentnern einen Anteil von 1,9 Prozent aus, mit einem Anteil von 13 Prozent ist ihr Anteil bei den Empfängern der Grundsicherung aber überproportional hoch.
Lesen Sie jetzt